Der große Sabbat (Schabbat ha-Gadol) am 10. Nisan

Mit Schabbat ha-Gadol (hebräisch übersetzt ‚der Große Sabbat‘) bezeichnen die Israeliten den Sabbat vor dem Passahfest, welches ab dem Rüsttag (Vorbereitungstag) am 14. Nisan (Tag der Tötung des Lammes) beginnt. Aber das eigentliche Fest der Ungesäuerten Brote beginnt immer ab dem 15. Nisan, dem ersten Festtag des Jahres. Hier muss also genau differenziert werden zwischen dem wöchentlichen großen Sabbat (Schabbat ha-Gadol) am 10. Nisan und dem ersten jährlichen großen Sabbat (Festtag) am 15. Nisan. Da der 10. Nisan aber gemäß dem astronomischen Kalender Gottes nur etwa jedes dritte Jahr auf einen Sabbat, aber sonst auf andere Wochentage fällt, wird auch in diesen Jahren der Sabbat vor dem Passahfest als Schabbat ha-Gadol bezeichnet, auch wenn er nicht auf den 10. Nisan fällt. Somit gedenken die Juden in jedem Jahr an die Aussonderung des Lammes am Sabbat, den 10. Nisan im Jahr des Exodus aus Ägypten. Diese Lehre wird auch im Talmud bestätigt, welcher den 15. Nisan (und somit den Exodus) auf einen Donnerstag datiert, womit der 10. Nisan auf einen Sabbat gefallen sein muss:

„Was den Nisan betrifft, an dem die Israeliten aus Ägypten auszogen, so schlachteten sie am 14. Tag ihre Pessach-Opfer, am 15. zogen sie aus, und am Abend [des 15.] wurden die Erstgeborenen erschlagen... und dieser Tag war ein Donnerstag.“ (Shabbat 87b).

Warum ist das nicht nur für die Israeliten, sondern auch für Christen von großer Bedeutung? Die Antwort wird für viele Christen sehr schockierend sein: Die Hebräer nehmen an, dass das allererste Passahlamm in Ägypten am Sabbat, den 10. Nisan ausgesondert wurde. Das bedeutet, dass der 14. Nisan im Jahr des Exodus auf einen Mittwoch und der 15. Nisan (Festtag) auf einen Donnerstag gefallen sein muss! Da das Neue Testament (NT) exakt die gleiche Abfolge der Tage im Jahr der Kreuzigung Jesu beschreibt, bedeutet dies, dass Jesus die Symbolik des Passah-Lammes in vollkommener Weise erfüllt hat. Er starb nicht nur am gleichen Tag, dem 14. Nisan nach dem Kalender Gottes, sondern sogar am gleichen Wochentag (Mittwoch) und zur exakt gleichen Uhrzeit (15 Uhr), zu der das erste Passahlamm gestorben ist, dessen Blut das Volk Israel vor dem Untergang bewahrt hat. Von einer angeblichen Aussonderung des Lammes an einem "Palm-Sonntag" und einem angeblichen Exodus an einem Sabbat/Samstag, den sich viele Sonntags-Anbeter wünschen (um die Theorie der angeblichen Sonntags-Auferstehung Jesu zu rechtfertigen), ist weder im NT noch in der gesamten hebräischen Literatur die Rede. Die folgende Abfolge der Tage wird nicht nur in der Bibel bestätigt, sondern auch in den wichtigsten israelischen Quellen aus mehreren Jahrhunderten, nämlich:

10. Nisan, Sabbat: Aussonderung des Lammes. Schabbat ha-Gadol.
14. Nisan, Mittwoch: Schlachtung des Lammes um 15 Uhr (zwischen den beiden Abenden).

15. Nisan, Donnerstag: Auszug aus Ägypten, der bereits in der Nachtphase des großen Sabbats begann. Festtag.

Die vielen jüdischen Quellen und Angaben bestätigen die im Auferstehungskapitel des NT erwähnten Ereignisse zu 100%, nämlich:

10. Nisan, Sabbat: Aussonderung des Lammes: Jesus zieht in Jerusalem ein: Palm-SabbatSchabbat ha-Gadol.
14. Nisan, Mittwoch: Schlachtung des Lammes um 15 Uhr (zwischen den beiden Abenden). Jesus stirbt.

15. Nisan, Donnerstag: Auszug aus der Todesstrafe, denn durch Jesus wurden wir befreit, daher ein großer Feiertag.

16. Nisan, Freitag: Rüsttag zum Sabbat, Frauen bereiten die Salben an dem Tag zwischen den beiden Sabbaten

17. Nisan, Erster Sabbat (Mk 16,9): Auferstehung Jesu nach genau  "3 Tagen und 3 Nächten", wie er gesagt hat.

Schabbat ha Gadol, 10. Nisan, Passionswoche, Auferstehung Sabbat
Schabbat ha-Gadol („Palmsabbat“) am 10. Nisan und Auferstehung am „ersten Sabbat“

Im Jahr der Kreuzigung Jesu gab es keinen "Palmsonntag", sondern einen "Palmsabbat" (Schabbat ha-Gadol).

Schabbat ha gadol, Passionswoche, Palmsabbat, Auferstehung Jesus
Schabbat ha-Gadol („Palmsabbat“) am 10. Nisan 2020 und 2023

Also decken sich die Angaben mit der zeitlichen Abfolge der Passah-Ereignisse im Neuen Testament exakt mit der Überlieferung der Hebräer. Jesus muss demnach am großen Sabbat (10. Nisan, dem Tag der Aussonderung der Lämmer) in Jerusalem eingezogen sein. Der angebliche Palm-Sonntag war also in Wirklichkeit ein Palm-Sabbat, wie viele Christen schon seit Jahrhunderten berichten (siehe Palm-Sabbat am 10. Nisan). Jesus wurde dann nach 4 Tagen am 14. Nisan, also an einem Mittwoch gekreuzigt und verstarb genau zu der Zeit, in der die Passah-Lämmer geschlachtet werden mussten, also um 15. Uhr. Siehe dazu die ausführliche Dokumentation zu den Ereignissen am 14. Nisan. Danach begann ab Sonnenuntergang der 15. Nisan (der Hohe Passah-Festtag der Befreiung und des Exodus) und Jesus wäre demnach nach "3 Tagen und 3 Nächten" an einem Sabbat auferstanden, wie alle Evangelisten im griechischen Grundtext und in vielen Übersetzungen einstimmig berichten (Mt 28,1;  Mk 16,2;  Lk 24,1;  Joh 20,1;  Joh 20,19).

 

Markus macht es sogar noch viel deutlicher, denn er benennt den Auferstehungs-Sabbat als den "ersten Sabbat". Was ist der erste Sabbat (Mk 16,9)? Hätten die Christen das Alte Testament (AT) studiert, welches die geistige Grundlage Jesu und der ersten christlichen Kirche war (weil es noch kein NT gab), so hätten sie gewusst, dass es diesen "ersten Sabbat" nur ein einziges Mal im Jahr gibt. Alle Juden wussten, welcher Sabbat gemeint war. Es ist so, als ob heute jemand am "ersten Advent-Sonntag" sagen würde, so wüssten alle, welcher Sonntag im Jahr gemeint ist. So ist auch der "erste Sabbat" einzigartig, es ist der erste Sabbat einer Serie von exakt 7 wöchentlichen Sabbaten, die jedes Jahr zwischen Passah (15. Nisan) und Pfingsten (der 50. Tag nach dem ersten Hohen Sabbat) gezählt werden müssen (siehe Omer-Zählung). Diese Zählung der 7 Sabbate gibt es nur einmal im Jahr, so wie es die Zählung der 4 Advent-Sonntage auch nur einmal im Jahr gibt.

 

Ohne es zu wissen, bestätigen die Juden (und der Talmud) die Aussagen im Auferstehungs-Kapitel des Neue Testaments, denn sie geben in ihren eigenen Quellen an, dass das erste Passah-Lamm an einem Sabbat, den 10. Nisan ausgesondert wurde, dessen am 14. Nisan (Mittwoch) vergossenes Blut die Isareliten in der Nacht des Exodus (15. Nisan, Donnerstag) verschont, errettet und befreit hat. Das hier gesagte ist keineswegs eine neue Lehre, sogar Wikipedia berichtet:

„Die Bezeichnung „Großer Schabbat“ geht auf Raschi im 11. Jahrhundert zurück. Zur Entstehung des Ausdrucks gibt es verschiedene Ansichten: Einerseits gibt es einen Bezug auf die Wunder im Zusammenhang mit dem Auszug aus Ägypten. Hierzu vermerkt das 1927 erschienene Jüdische Lexikon, dass der Schabbat unmittelbar vor Pessach Schabbat hagadol genannt werde, weil „der 10. Nissan, an dem einst vor der Befreiungsnacht in Ägypten das Pessachopfer bereitgestellt wurde (Exodus 12,3), auf den Sabbat gefallen sein soll (s. b. Sabb. 87b)“. Zudem wird in der Haftara, die an diesem Tag vorgelesen wird, nämlich Maleachi 3,4–24, die messianische Erlösung erwähnt. Die Wahl dieser spezifischen Haftara als zusätzlicher gottesdienstlichen Vorlesung neben dem wöchentlichen Toraabschnitt drückt den Volksglauben aus, dass die messianische Erlösung Israels im selben Monat wie der Auszug aus Ägypten erfolgen werde.“
Hinweis: Die Haftara (hebr. ‚Abschluss‘, Mehrzahl: Haftarot) ist die öffentliche Lesung aus den Prophetenbüchern an jüdischen Feiertagen und am Sabbat.
Quelle: Georg Herlitz und Bruno Kirschner, Jüdisches Lexikon: ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens in vier Bänden, Jüdischer Verlag 1927, Nachdruck der ersten Auflage Athenäum Verlag 1987, Band 4, S. 25.

Auch die englische Wikipedia-Seite vermerkt unter dem Stichwort Special Shabbat, Shabbat HaGadol (vgl. Wikibrief): 

Schabbat HaGadol ("Großer Schabbat" שבת הגדול) ist der Schabbat unmittelbar vor Pessach. Der erste Schabbat HaGadol fand in Ägypten am 10. Nisan statt, 5 Tage vor dem Auszug der Israeliten. An diesem Tag erhielten die Israeliten ihr erstes Gebot, das nur für diesen Sabbat galt: "Am 10. Tag dieses Monats (Nisan) ... soll jeder Mann ein Lamm für sein Haus nehmen, ein Lamm für jedes Haus (Exodus 12:3). An diesem Schabbat wird eine besondere Haftara aus dem Buch Maleachi gelesen. Traditionell wird am Nachmittag eine lange und ausführliche Predigt vor der Gemeinde gehalten.

Für den Namen dieses Sabbats werden verschiedene Gründe genannt:

1. Im Midrasch Rabbah heißt es: "Als sie (das jüdische Volk) an diesem Sabbat ihr Passah-Lamm zur Seite stellten, versammelten sich die erstgeborenen Nichtjuden in der Nähe der Israeliten und fragten sie, warum sie dies taten. Ihre Antwort lautete wie folgt: "Das ist ein Pessach-Opfer für Gott, der die erstgeborenen Ägypter töten wird." Sie (die Erstgeborenen) gingen zu ihren Vätern und zum Pharao, um sie um die Erlaubnis zu bitten, das jüdische Volk in die Freiheit zu entlassen - aber sie weigerten sich. Daraufhin führten die Erstgeborenen einen Krieg gegen sie und viele von ihnen (den Ägyptern) wurden getötet. Das ist die Bedeutung des Verses (Psalm 136,10): "Der Ägypten durch seine Erstgeborenen schlug; denn seine Güte währt ewig".

2. Der Tur erklärt: Das Lamm war die ägyptische Gottheit. Viele Juden hatten nach 210 Jahren des Eintauchens in die ägyptische Zivilisation auch dieses Tier als ihren Gott angenommen. Als Gott befahl, ein Lamm beiseite zu stellen und es in Erwartung des Opfers 4 Tage lang an das Bett zu binden, gab das jüdische Volk seine götzendienerische Praxis auf und erfüllte mutig diese Mitzwa in den Augen des ägyptischen Volkes, womit es sein völliges Vertrauen und seinen Glauben an Gott bewies. Für die Ägypter hätte es nichts Abscheulicheres geben können, denn ihr Gott sollte geschlachtet werden. Doch wie durch ein Wunder waren die Ägypter nicht in der Lage, ein Wort zu sagen oder eine Hand zu erheben. Sie sahen hilflos zu, wie ihr Gott für die Schlachtung vorbereitet wurde. Dieses Wunder war ein großes Wunder (nes gadol) und gibt diesem Schabbat seinen Namen...
4. Der Hatam Sofer schreibt: An diesem Tag [Sabbat, den 10. Nisan] kehrte das jüdische Volk vollständig zu seiner Hingabe und seinem Glauben an Gott zurück (wie in Punkt 1 oben erklärt). Gott wird gadol genannt. Daher verdiente das jüdische Volk, das sich Gott annahm und unterwarf, auch den Titel gadol.“ 

[Orininal English: Shabbat HaGadol ("Great Shabbat" שבת הגדול) is the Shabbat immediately before Passover. The first Shabbat HaGadol took place in Egypt on 10 Nisan five days before the Israelite Exodus. On that day, the Israelites were given their first commandment which applied only to that Shabbat, "On the tenth day of this month (Nisan)... each man should take a lamb for the household, a lamb for each home (Exodus 12:3). There is a special Haftarah reading on this Shabbat of the book of Malachi. Traditionally a lengthy and expansive sermon is given to the general community in the afternoon.

Various reasons are given for the name of this Shabbat:

1. The Midrash Rabbah states: “When they (the Jewish people) set aside their paschal lamb on that Shabbat, the first-born gentiles gathered near the Israelites and asked them why they were doing this. The following was their response: “This is a Pesach offering to God who will kill the firstborn Egyptians.” They (the firstborn) went to their fathers and to Pharaoh to request that they grant permission to send the Jewish people free – but they refused. The first-born then waged a war against them and many of them (the Egyptians) were killed. This is the meaning of the verse (Psalms 136:10): “Who struck Egypt through its first born; for His kindness is eternal”.

2. The Tur states: The lamb was the Egyptian deity. Many Jews, after 210 years of immersion within Egyptian civilization, had also adopted this animal as their god. When God commanded that a lamb be set aside and tied to the bed for four days in anticipation of sacrifice, the Jewish people abandoned their idolatrous practice and courageously fulfilled this mitzvah in the eyes of the Egyptian people, thereby demonstrating their complete trust and faith in God. Nothing could have been more abominable to the Egyptians, for their god was to be slaughtered. Nevertheless, miraculously the Egyptians were unable to utter a word or lift a hand. They watched helplessly as their god was being prepared for slaughter. This miracle was a great miracle (nes gadol) and gives this Shabbat its name...

4. The Hatam Sofer writes: On this day the Jewish people fully ‘returned’ (Teshuvah) to their commitment and faith in God (as explained in reason #1). God is called gadol. Therefore, the Jewish People who embraced and subjugated themselves to God earned the title gadol as well.

Die französische Wikipedia-Seite spricht es auch ganz offen aus:

Der Shabbat HaGadol (Großer Shabbat, hebräisch: שבת הגדול) ist die Bezeichnung für den Shabbat vor dem Pessachfest am 14. des Monats Nissan. Der erste Shabbat HaGadol wurde in Ägypten vor dem Auszug aus Ägypten gefeiert. Am 10. Tag des Nisan erhielten die Hebräer den Befehl, das Passahlamm zu nehmen, der ausschließlich für diese Woche galt (siehe Exodus 12:3). Einer der Gründe für die Bezeichnung Shabbat HaGadol liegt in der Haftara, die an diesem Shabbat gelesen wird, aus Maleachi 3,23: Ich will euch aber den Propheten Elia senden, ehe denn der Tag des Herrn kommt, der große und furchtbare Tag.

[Le Shabbat HaGadol (Grand Shabbat, en hébreu: שבת הגדול) est le nom donné au Shabbat qui précède la fête de Pessa'h, le 14 du mois de Nissan. Le premier Shabbat HaGadol est célébré en Egypte, avant l'Exode hors d'Égypte. Le 10 du Nissan, les Hébreux reçoivent le commandement exclusif à cette semaine: prendre l'agneau pascal. (voir, Exode 12:3). Une des raisons de l'appellation de Shabbat HaGadol est liée à la Haftarah lue en ce Shabbat, tirée de Malachie 3:23: Or, je vous enverrai Elie, le prophète, avant qu'arrive le jour de l'Eternel, jour grand et redoutable.]

Das ist auch die Meinung der JewishEncyclopedia:

„SHABBAT HA-GADOL ("Der Große Sabbat"): Der Sabbat vor dem Passahfest. Die Bezeichnung "groß" für diesen Schabbat wird von Raschi (11. Jh.) erwähnt und ist auf das große Wunder des Schabbats zurückzuführen, das dem Exodus vorausging, wie der Midrasch berichtet..., der betreffende 10. Nisan war ein Sabbat (Seder 'Olam R. V.; Mek. p. 46b; Pesiḳ. R., ed. Friedmann, S. 78a)... 

[Original English: „SHABBAT HA-GADOL ("The Great Sabbath"): The Sabbath preceding Passover. The designation "great" for this Sabbath is mentioned by Rashi (11th cent.), and is due to the great miracle of the Sabbath that preceded the Exodus, as related in the Midrash..., the 10th of Nisan in question was a Sabbath (Seder 'Olam R. V.; Mek. p. 46b; Pesiḳ. R., ed. Friedmann, p. 78a).“]

Die Israelische Webseite AISH, die sich mit jüdischer Weisheit beschäftigt, benennt den Sabbat (10. Nisan) als den Tag der Aussonderung und den Donnerstag (15. Nisan) als den Tag, an dem das Volk ausgezogen ist. Unter dem Titel "THE EXODUS TIMETABLE" ist zu lesen:

„Der Talmud lehrt, dass der Tag, an dem die Juden Ägypten verließen - der 15. des Monats Nisan - ein Donnerstag war, und der 10. des Monats war der vorhergehende Schabbat.“ 

[Original English: „The Talmud teaches that the day the Jews left Egypt -- the 15th of the month of Nissan -- was a Thursday, and the 10th of the month was the previous Shabbat].“

Im Jahr 2020 fielen der ungenaue jüdische Kalender (entstanden im 4. Jahrhundert n. Chr.) und der exakte astronomische Kalender Gottes auf die gleichen Tage. Somit kann jeder Christ diesen großen wöchentlichen Sabbat (Schabbat ha-Gadol) am 10. Nisan und den 14. Nisan (Tag der Schlachtung der Lämmer) an einem Mittwoch finden. Der von Markus erwähnte "erste Sabbat" (Mk 16,9; der Tag der Auferstehung Jesu) fällt dann immer auf den 17. Nisan. Diese Abfolge der Tage ist im jüdischen Kalender übrigens sehr häufig und kommt etwa jedes dritte Jahr vor. Der Rabbiner Lazer (Elieser Rafael) Brody erwähnt diesen Schabbat ha-Gadol im Jahr 2020 mit den folgenden Worten:

„Schabbat HaGadol: Die Hauptvoraussetzung für unsere Erlösung von der Sklaverei in Ägypten war die Überwindung unserer Angst, das Gebot von Haschem zu erfüllen… Der Schabbat Hagadol, der "Große Schabbat", erinnert an den Schabbat, bevor unser Volk das Land Ägypten verließ. In diesem Jahr fiel der Schabbat auf den 10. Nissan4 Tage bevor das Pessach-Opfer am Nachmittag vom 14. Nissan geschlachtet werden sollte. Jeder jüdischen Familie wurde befohlen, vier Tage vor dem ersten Pessach-Fest Widderlamm an ihren Bettpfosten zu binden und sicherzustellen, dass das Opfertier in perfektem Zustand war.“  Quelle 
Hinweis: HaSchem (hebräisch übersetzt ‚der Name‘) ist eine im Judentum gängige Bezeichnung für Gott, weil sie aus Angst den Namen Gottes nicht aussprechen wollten.

Wenn nun der 10 Nisan zur Zeit des Exodus ein Sabbat war, so ist klar, dass der 14. Nisan ein Mittwoch sein musste. Das ist nichts außergewöhnliches, sondern das ist im jüdischen Kalender sehr oft der Fall, etwa jedes dritte Jahr. Und der jüdische Kalender wurde niemals so angelegt, dass ein 14. Nisan nicht auf einen Sabbat fallen kann, weil die Lämmer auch dann an einem 14. Nisan geschlachtet werden mussten, wenn dieser auf einen Sabbat fiel.

Siehe dazu das Kapitel: Passahlamm am Sabbat, den 14. Nisan.

Die Webseite Hebrew4Christians sagt, wie viele andere Quellen auch, dass der 10. Nisan zur Zeit des Exodus ein Sabbat und der Tag des Auszugs (15. Nisan) ein Donnerstag war:

„Dem Talmud zufolge fand der Auszug aus Ägypten am Donnerstag, dem 15. Nisan, statt, so dass der 10. dieses Monats [Nisan] ein Schabbat war. An diesem großen Schabbat befahl der Herr den Familien Israels, ein Lamm zum Opfern zu besorgen und es in ihre Häuser zu bringen. Dies sollte das Korban Pesach - das Passahlamm - sein, das am 14. Nisan geopfert werden sollte.“

[Original in English: „According to the Talmud, the Exodus from Egypt occurred on Thursday, Nisan 15th, thus making the 10th of that month a Shabbat. It was on this great Shabbat that the LORD commanded the families of Israel to obtain a lamb for sacrifice and to bring it to their homes. This was to be Korban Pesach – the Passover lamb – to be sacrificed on Nisan 14th.“]

Ari Z. Zivotofsky (JewishWorldReview) ist noch deutlicher in seinen Worten. Er schreibt am Freitag, den 26. März 1999 (9. Nisan, 5759), also im Jahr 1999, als der 10. Nisan wieder an einen Sabbat war:

„Der Sabbat unmittelbar vor Pessach (27. März dieses Jahres) ist ein besonderes Fest. Er trägt einen beeindruckenden Titel und eine einzigartige Reihe von liturgischen und rituellen Praktiken. Bekannt als Schabbat Hagadol - der "Große" oder "Gewaltige" Schabbat - kann er dem Feiertag um bis zu sieben Tage vorausgehen. In dem Jahr, in dem die Juden Ägypten verließen, fiel das Pessachfest, der 15. des Monats Nisan, der Tradition nach auf einen Donnerstag. Der 10. Nissan fiel also auf einen Sabbat. An diesem Tag wählte jede jüdische Familie das Paschalamm aus, das beim Seder [zeremonielle Mahlzeit am Beginn des Pessach-Festes] verwendet werden sollte. Da die Ägypter Schafe verehrten, war dies eine gewagte und riskante Aktion. Es geschah ein großes Wunder und die Ägypter blieben passiv. Zum Gedenken an dieses große Wunder, das sich am Sabbat vor Pessach ereignete, feiern wir den Sabbat vor Pessach als den Großen Sabbat.... Der Chizkuni und andere Kommentare haben vorgeschlagen, dass der Tag groß war, weil die Juden zum ersten Mal in unserer Geschichte ein göttliches Gebot - das Schlachten des Passah-Lammes - als Nation ausführten. In ähnlicher Weise wird ein Jude, der als Bar- oder Bat-Mizwa heranreift und zur Erfüllung der Gebote verpflichtet wird, als Gadol bezeichnet - wie in Schabbat hagadol."

[Original English: THE SABBATH IMMEDIATELY PRECEDING PASSOVER (March 27th, this year) is a distinguished one. It bears an impressive title and a unique set of liturgical and ritual practices. Known as Shabbat Hagadol -- The "Great" or "Big" Sabbath --- it can precede the holiday by as much as seven days. The year the Jews left Egypt, Passover, the 15th of the month of Nissan, occurred, according to tradition, on a Thursday. Thus, the 10th of Nissan was on a Shabbat. It was on that day that each Jewish family selected the Paschal Lamb that would be used at the seder. Since the Egyptians worshipped sheep this was a daring and risky action. A Great miracle occurred and the Egyptians remained passive. Thus, in commemoration of this Great miracle that occurred on the Sabbath before Passover, we observe the Sabbath before Passover as the Great Sabbath.... The Chizkuni and others commentaries have suggested that the day was Great since, for the first time in our history, the Jews carried out a Divine commandment - the taking of the Paschal lamb - as a nation. Similarly, when a Jew matures and becomes obligated in the fulfilling commandments as a bar or bat mitzvah s/he is referred to as a Gadol - as in Shabbat hagadol.“]

Auch die bekannte jüdische Quelle Chabad (Eliyahu Kitov) berichtet genau dasselbe:

„Was ist Schabbat Hagadol? Der Sabbat, der dem Pessachfest vorausgeht, wird Schabbat haGadol, der Große Sabbat, genannt, und zwar aus vielen verschiedenen Gründen, wie wir weiter unten erklären werden. Es gibt auch viele besondere Bräuche, die mit diesem Sabbat verbunden sind. Den allerersten Schabbat ha-Gadol feierte Israel in Ägypten, am 10. Nisan5 Tage vor der Erlösung [Exodus]. An diesem Tag wurde den Kindern Israels das erste Gebot gegeben, das nur für diesen Sabbat galt, nicht aber für künftige Generationen: Am 10. Tag dieses Monats [Nisan] ... soll jeder Mann ein Lamm für sein Haus nehmen, ein Lamm für jedes Haus (Exodus 12,3)... Diese Mitzwa, ein Lamm 4 Tage vor dem Pessach-Opfer zuzubereiten, galt nur für das erste Pessach in Ägypten, und die Tora sagt uns nicht, dass wir dies auch vor jedem zukünftigen Pessach tun müssen. Dennoch taten die Menschen dies weiterhin, um sicherzugehen, dass ihre Lämmer keine Makel aufwiesen, die ihre Opferung ausschließen würden. An diesem ersten Sabbat haGadol wurden viele Wunder für die Kinder Israels vollbracht. Die Tora befahl ihnen, ihre Lämmer zu nehmen und sie an den Bettpfosten zu binden. Als sie dies taten, sahen ihre ägyptischen Nachbarn dies und fragten: "Wozu ist das Lamm da?" Die Kinder Israels antworteten: "Es soll als Pessach-Opfer geschlachtet werden, wie Gott es uns befohlen hat." Die Ägypter, für die das Lamm eine Gottheit war, knirschten vor Wut mit den Zähnen, konnten aber keinen Laut des Protests ausstoßen. Auch viele andere Wunder wurden im Zusammenhang mit dem Pessach-Opfer vollbracht, weshalb wir diesen Tag als Schabbat haGadol bezeichnen. Auch viele andere Wunder wurden im Zusammenhang mit dem Pessach-Opfer vollbracht, weshalb wir diesen Tag als Schabbat haGadol bezeichnen.

Warum wir den Schabbat Hagadol und nicht den 10. Nisan feiern [d.h. wenn im jüdischen Kalender der 10. Nisan nicht auf den Sabbat, sondern auf einen anderen Wochentag fällt]: Warum gedenken wir des Wunders am Sabbat vor Pessach und nicht am 10. Nisan, dem Tag, an dem es tatsächlich geschah? Wir sehen, dass in der Tora selbst nur das Datum und nicht der Wochentag genannt wird. Das liegt daran, dass das Wunder eng mit dem Sabbat verbunden ist. Die Ägypter wussten, dass die Kinder Israels den Sabbat einhielten und sich an diesem Tag nicht um die Tiere kümmerten. Als die Ägypter sahen, wie sie am Sabbat Lämmer nahmen und sie an ihre Bettpfosten banden, waren sie überrascht und beschlossen nachzuforschen, was vor sich ging. Die Kinder Israels befanden sich in großer Gefahr, als sie damit konfrontiert wurden, und wurden nur durch ein Wunder gerettet. Deshalb gedenken wir dieses Wunders am Sabbat und nicht am 10. Tag des Monats Nisan. Wäre es nicht Sabbat gewesen, hätten die Kinder Israels auch kein Wunder zu ihrer Rettung gebraucht. Sie wären in der Lage gewesen, die Ägypter zu täuschen, indem sie ihre Aufmerksamkeit ablenkten oder sich irgendeine Erklärung ausdachten. Am Sabbat jedoch würden sie das nicht tun, denn, wie unsere Weisen sagten: "Selbst ein Unwissender wird am Sabbat keine Lügen erzählen." Wir sehen also, dass sie wegen ihrer Einhaltung des Sabbats in Gefahr waren und ein Wunder brauchten, um sie zu retten.“ 
Und weiter zum 10. Nisan (Chabad, Eliyahu Kitov):
„Andere Ereignisse, die sich am 10. Nisan ereigneten, sind für immer mit diesem Datum verbunden. Am 10. Nisan starb nach 39 Jahren in der Wüste die tugendhafte Mirjam. Mit ihrem Tod verlor Israel einen der drei Unterstützer, die ihnen in der Wüste beistanden: Mose, Aaron und Mirjam... Als Miriam starb, versiegte das Wasser des Brunnens: "Und Miriam starb dort und wurde dort begraben. Und es gab kein Wasser mehr für die Gemeinde... (4Mo 20,1-2)". Der Tag, an dem Miriam starb, wurde zum Gedenken an diese rechtschaffene Frau für alle Generationen ein Fasttag. Ein Jahr später war dieser Tag erneut von einem bedeutenden Ereignis geprägt, diesmal jedoch von einem freudigen. Am 10. Nisan wurde der Jordan für Israel geteilt, und seine Wasser stiegen wie eine Mauer empor, und als unsere Vorfahren aus dem Jordan stiegen, um das auserwählte Land in Besitz zu nehmen, betraten sie zum ersten Mal den heiligen Boden. Unter ihnen waren viele, die aus Ägypten gekommen waren und für die der Erlass galt: "In dieser Wüste sollen sie umkommen" (4Mo 14,35), nicht galt: der gesamte Stamm Levi, alle Stämme, die zum Zeitpunkt des Erlasses noch Kinder oder ältere Menschen waren, und viele der Frauen.“ 

[Original in English: „What is Shabbat Hagadol. The Shabbat which precedes Passover is called Shabbat haGadol, the Great Sabbath, for many and varied reasons, as we shall explain below. There are also many special customs associated with this Shabbat. It was in Egypt that Israel celebrated the very first Shabbat Ha-Gadol on the 10th of Nissan, five days before their redemption. On that day, the Children of Israel were given their first commandment which applied only to that Shabbat, but not to future generations: On the 10th day of this month [Nissan]... each man should take a lamb for the household, a lamb for each home (Exodus 12:3)... This mitzvah of preparing a lamb for the Passover offering four days before it was to be brought, applied only to that first Passover in Egypt, and the Torah does not tell us that we must continue to do so before every future Passover. Nevertheless, the people continued to do this to make sure that their lambs had no blemishes which would preclude their being sacrificed. Many miracles were performed for the Children of Israel on this first Shabbat haGadol. The Torah commanded them to take their lambs and tie them to the bedpost. When they did so, their Egyptian neighbors saw this and asked: "What is the lamb for?" The Children of Israel answered: "It is to be slaughtered as a Passover sacrifice as G‑d has commanded us." The Egyptians, for whom the lamb was a deity, gnashed their teeth in anger but could not utter a sound in protest. Many other miracles as well were performed in connection with the Passover offering, we therefore refer to this day as Shabbat haGadol.

Why We Celebrate Shabbat Hagadol instead of the 10th of Nissan  [i.e., when in the Jewish calendar the 10th of Nisan falls not on the Sabbath but on another day of the week]: Why do we commemorate the miracle on the Shabbat before Passover rather than on the tenth of Nissan, the date on which it actually took place? We see that the Torah itself mentions only the date rather than the day of the week. It is because the miracle is closely connected to Shabbat. The Egyptians were aware that the Children of Israel observed Shabbat and did not busy themselves tending animals on that day, so when the Egyptians saw them taking lambs and binding them to their bedposts on Shabbat, they were surprised and decided to investigate what was happening. The Children of Israel were in great danger when they were confronted and were saved only by virtue of a miracle. We therefore commemorate this miracle on Shabbat rather than on the tenth of the month of Nissan. Moreover, had it not been Shabbat, the Children of Israel would not have needed a miracle to save them. They would have been able to deceive the Egyptians by diverting their attention or making up some kind of explanation. On Shabbat, however, they would not do so, for, as our Sages said, "Even an ignorant man will not tell lies on Shabbat." Thus, we see that they were endangered because of their observance of Shabbat, and they needed a miracle to save them.“

And on to the 10th of Nisan (Chabad, Eliyahu Kitov):

„Other events which took place on the 10th of Nissan are forever associated with this date. On the tenth of Nissan, after thirty nine years in the desert the virtuous Miriam died. Her passing deprived Israel of one of the three benefactors who sustained them in the desert: Moses, Aaron, and Miriam... When Miriam passed away, the waters in the well ceased:"And Miriam died there and was buried there. And there was no water for the congregation... (Numbers, 20:1,2)". The day of Miriam's passing became a fast day for all generations, in memory of this righteous woman. A year later, the day was again marked by a significant event but this time by a joyous one. On the 10th of Nissan, the Jordan River was divided for Israel and its waters rose up as if they were a wall and as our ancestors emerged from the Jordan to take possession of the Chosen Land, they trod for the first time on the holy soil. Among them were many who had come out of Egypt to whom the decree: "In this wilderness they shall perish (Numbers, 14:35)" did not apply: the entire tribe of Levi, those of all the tribes who were either children or elderly at the time of the decree, and many of the women.“]

Die Jüdische Webseite Misrachi Österreich kennt ebenfalls das Datum der Aussonderung des allersten Lammes:

„Der Schabbat vor Pessach wird Schabbat Hagadol – der Große Schabbat genannt. An diesem Schabbat - in jenem Jahr am 10. Nissan - wählte jedes Familienoberhaupt des noch in Ägypten versklavten Volkes Israel ein Lamm, um es am 14. Nissan als erstes Pessachopfer darzubringen. Dies stellte eine immanente Gefahr für die Israeliten dar, da das Lamm in Ägypten als Gottheit verehrt wurde. Nichtsdestotrotz wurde den Kindern Israel kein Leid angetan, G’tt verhinderte das Eingreifen der Ägypter für volle vier Tage, an denen das Lamm erst beiseite genommen und zum Opfer erkoren wurde.“ 

Die Webseite FirstFruitsofZion hat den gleichen Inhalt. Unter Verwendung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse, alter jüdischer Quellen und außerbiblischer Literatur präsentieren es eine messianisch-jüdische Lesart der Bibel und des frühen Judenchristentums. Die Erlösung und Befreiung des Volkes begann auch hier bereits ab dem 10. Nisan:

Der Sabbat vor Pessach wird Schabbat HaGadol genannt. Das hebräische Wort gadol bedeutet "groß" oder " gewaltig". Schabbat HaGadol bedeutet also "der große Schabbat" oder "der Schabbat der Gewaltige"... Der Kodex des jüdischen Gesetzes gibt eine andere Erklärung für diese Lesung. Der Grund ist, "weil Schabbat HaGadol der Beginn der Erlösung und der Wunder war". Das bedeutet, dass die Lesung nicht nur der Übung dient. Sie ist eher wie ein kurzer Seder selbst! Wir lesen, weil die Wunder des Pessach-Festes an diesem Tag begannen... Die jüdische Tradition besagt, dass im Jahr des Auszugs aus Ägypten der 10. Tag des Monats Nisan auf den Sabbat fiel. Die Israeliten waren sich bewusst, dass die Ägypter über ihr Lammopfer verärgert sein würden und dass sie ihr Leben in die Hand nehmen würden, so wie es Mose gesagt hatte. Dennoch nahm jeder der Israeliten ein Lamm und band es an den Bettpfosten, wie es der Befehl besagte. Dies war das Wunder, das den Beginn der Erlösung markierte: Als die Ägypter sahen, dass die Israeliten ihre Lämmer nahmen, fragten sie sie, warum sie das taten. Die Israeliten antworteten unverblümt: "Um sie als Pessachopfer zu schlachten, wie HaSchem es uns befohlen hat." Die Ägypter knirschten vor Angst mit den Zähnen, aber sie waren nicht in der Lage, etwas zu tun oder zu sagen, um die Israeliten aufzuhalten. Dies war das Wunder, das den Beginn der Erlösung markierte.“  
[Original English: The Shabbat that comes before Passover is called Shabbat HaGadol. The Hebrew word gadol means “big” or “great.” So Shabbat HaGadol means, “the great Sabbath” or “the Sabbath of the great.”... The code of Jewish law gives a different explanation for the reading. The reason it gives is “because Shabbat HaGadol was the beginning of the redemption and the miracles.” This means that the reading is not just for practice. It’s more like a brief seder itself! We are reading because the miracles of Passover began on that day... Jewish tradition holds that in the year of the exodus from Egypt, the 10th day of the month of Nisan fell on Shabbat. The Israelites were aware that the Egyptians would be incensed by their lamb sacrifice and that they might be taking their lives into their hands, just as Moses said. Yet each of the Israelites took a lamb and tied it to the bedpost, in accordance with the command. This was the miracle that marked the beginning of redemption: When the Egyptians saw the Israelites taking their lambs, they asked them why they were doing this. The Israelites bluntly answered, “To slaughter as a Passover offering as HaShem has commanded us.” The Egyptians were grinding their teeth in anguish, but they were unable to do or say anything to stop the Israelites. This was the miracle that marked the beginning of redemption.“]

Es gibt noch sehr viele Quellen aus mehreren Jahrhunderten, die immer wieder die gleichen Tage für den Exodus bestätigen, nämlich Palm-Sabbat (10. Nisan), Mittwoch (14. Nisan, Rüsttag) und Donnerstag (15. Nisan, großer Sabbat).

 

Da haben die Sonntags-Anbeter ein weiteres großes Problem, denn nicht nur das NT, sondern auch die fast gesamte jüdische Literatur gibt an, dass das allererste Passah-Lamm an einem Sabbat (10. Nisan) ausgesondert, an einem Mittwoch (14. Nisan) geschlachtet wurde und dass der Exodus an einem Donnerstag (15. Nisan). Alles deckt sich perfekt mit dem NT. Wir brauchen diese jüdischen Angaben zwar nicht, denn das NT ist deutlich genug, aber das gibt noch zusätzliche Sicherheit.

 

Falls es nun einige Christen sollte, die immer noch ihren schönen unbiblischen Karfreitag und Ostersonntag verteidigen wollen und nun sagen: "Moment, aber in meiner Übersetzung ist vom Auferstehungs-Sonntag die Rede", für diese gibt es eine ausführliche Erklärung mit vielen wörtlichen Übersetzungen aus dem Griechischen: siehe Auferstehung am Sabbat.

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Palm-Sabbat, Schabbat haGadol am 10. Nisan und Auferstehung am ersten Sabbat des 17. Nisan

Die Passionswoche muss in ihrem Gesamt-Zusammenhang zwischen dem 10. Nisan (Aussonderung des Lammes) und dem 21. Nisan (Ende des Passahfestes) gesehen werden: Wie schon beim ersten Passahlamm fand die Erlösung wieder bei Vollmond statt, exakt in der Mitte dieser Zeitspanne:

Passion Jesus Kalender Bibel Fest Passah
Die gesamte Passionszeit: Vom 10. bis zum 21. Nisan mit der Kreuzigung und Auferstehung in der Mitte
Passahfest 2023, Kalender Gottes Bibel, Passionswoche
Das Passahfest 2023 mit dem 10. und 17. Nisan am Sabbat

Im Jahr 2023 fielen Gottes biblischer Kalender und der jüdische Kalender auf dieselben Tage, aber das ist normalerweise nicht der Fall. Die folgende Tabelle zeigt die Daten nach dem jüdischen Kalender und soll nur zeigen, dass der 14. Nisan sehr oft auf einen Mittwoch fällt. Der 10. Nisan fällt dann immer auf einen Sabbat.

Jahre 2000 bis 2030 Jüdischer Kalender Passah passionswoche
Die Jahre 2000 bis 2023, in denen der 14. Nisan im jüdischen Kalender auf einen Mittwoch fällt

Maleachi 3 wird am Schabbat ha-Gadol vorgelesen

Maleachi 3 bietet den perfekten textlichen Rahmen für den großen wöchentlichen Sabbat (Schabbat ha-Gadol). Es ist eine Vorbereitung auf große Ereignisse, die sich ereignen werden und ein Hinweis auf die zweifache Erscheinung des Messias:

Mal 3,1-24: „Siehe, ich will meinen Boten senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht; und der Engel des Bundes, den ihr begehrt, siehe, er kommt!, spricht der HERR Zebaoth. 2 Wer wird aber den Tag seines Kommens ertragen können und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer eines Schmelzers und wie die Lauge der Wäscher. 3 Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen, er wird die Söhne Levi reinigen und läutern wie Gold und Silber. Dann werden sie dem HERRN Opfer bringen in Gerechtigkeit, 4 und es wird dem HERRN wohlgefallen das Opfer Judas und Jerusalems wie vormals und vor langen Jahren. 5 Und ich will zu euch kommen zum Gericht und will ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer, Ehebrecher, Meineidigen und gegen die, die Gewalt und Unrecht tun den Tagelöhnern, Witwen und Waisen und die den Fremdling drücken und mich nicht fürchten, spricht der HERR Zebaoth.

GOTT HÄLT SEINE ZUSAGE

6 Ich, der HERR, wandle mich nicht; aber ihr habt nicht aufgehört, Jakobs Söhne zu sein: 7 Ihr seid von eurer Väter Zeit an immerdar abgewichen von meinen Geboten und habt sie nicht gehalten. So bekehrt euch nun zu mir, so will ich mich auch zu euch kehren, spricht der HERR Zebaoth. Ihr aber sprecht: »Worin sollen wir uns bekehren?« 8 Ist’s recht, dass ein Mensch Gott betrügt, wie ihr mich betrügt? Ihr aber sprecht: »Womit betrügen wir dich?« Mit dem Zehnten und der Opfergabe! 9 Darum seid ihr auch verflucht; denn ihr betrügt mich allesamt. 10 Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle. 11 Und ich will um euretwillen den »Fresser« bedrohen, dass er euch die Frucht auf dem Acker nicht verderben soll und der Weinstock auf dem Felde euch nicht unfruchtbar sei, spricht der HERR Zebaoth. 12 Dann werden euch alle Heiden glücklich preisen, denn ihr sollt ein herrliches Land sein, spricht der HERR Zebaoth.

DER TAG DES HERRN UND SEIN VORLÄUFER 

13 Ihr redet hart gegen mich, spricht der HERR. Ihr aber sprecht: »Was reden wir gegen dich?« 14Ihr sagt:  »Es ist umsonst, dass man Gott dient; und was nützt es, dass wir sein Gebot halten und in Buße einhergehen vor dem HERRN Zebaoth? 15 Darum preisen wir die Verächter; denn die Gottlosen gedeihen, und die Gott versuchen, bleiben bewahrt.« 16 Aber die Gottesfürchtigen trösten sich untereinander: Der HERR merkt und hört es, und es wird vor ihm ein Gedenkbuch geschrieben für die, welche den HERRN fürchten und an seinen Namen gedenken. 17 Sie sollen, spricht der HERR Zebaoth, an dem Tage, den ich machen will, mein Eigentum sein, und ich will mich ihrer erbarmen, wie ein Mann sich seines Sohnes erbarmt, der ihm dient. 18 Ihr werdet am Ende doch sehen, was für ein Unterschied ist zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient. 19 Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen. Da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der kommende Tag wird sie anzünden, spricht der HERR Zebaoth, und er wird ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen. 20 Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln. Und ihr sollt herausgehen und springen wie die Mastkälber. 21 Ihr werdet die Gottlosen zertreten; denn sie sollen Staub unter euren Füßen werden an dem Tage, den ich machen will, spricht der HERR Zebaoth. 22 Gedenkt an das Gesetz meines Knechtes Mose, das ich ihm befohlen habe auf dem Berge Horeb für ganz Israel, an alle Gebote und Rechte! 23 Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe der große und schreckliche Tag des HERRN kommt. 24 Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern, auf dass ich nicht komme und das Erdreich mit dem Bann schlage.“


Der 10. Nisan fällt oft auf einen Sabbat

Die meisten Christen kennen nur den Palm-Sonntag, der selten vorkommt, aber sie kennen nicht den Palm-Sabbat, der im jüdischen Kalender oft beobachtet werden kann, z.B. in den Jahren: 2020, 2023, 2026, 2027 und 2030. Hier ein aktuelles Beispiel aus dem jüdischen Kalender und dem Kalender Gottes (z.B. TorahCalendar):

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Das Passahfest im Kalender 2023: 10 Nisan am Shabbat Ha-Gadol, 14. Nisan am Mittwoch und "erster Sabbat" am 17. Nisan

Der Lazarus-Samstag

Da die meisten Christen nichts mit den biblischen Festtagen Gottes zu tun haben wollen, haben sie diesen großen Sabbat des 10. Nisan (Schabbat ha-Gadol) in einen Lazarus-Samstag verwandelt, nämlich zu dem Tag vor dem katholischen Palm-Sonntag, dem dann der Oster-Sonntag und schließlich Pfingst-Sonntag folgen. Aus dem Sabbat wurde immer wieder der Sonntag gemacht, was Gott dazu meint, das interessiert die wenigsten Christen. Sie folgen lieber alten Traditionen, die meist einem heidnischen Umfeld entstammen und mit der Zeit ins Christentum aufgenommen wurden. Daher musste in modernen Bibel-Übersetzungen der biblische Sabbat in einen unbiblischen Sonntag verwandelt (siehe dazu das Kapitel Alte Bibeln und der Auferstehungs-Sabbat). 

Dazu schreibt Wikipedia:

Als Lazarussamstag wird in den orthodoxen Kirchen der Samstag vor dem Palmsonntag begangen. Im Johannes-Evangelium ist die Auferweckung des Lazarus durch Jesus als Vorzeichen von dessen eigener Auferstehung und zugleich als Hauptgrund für seine Kreuzigung verstanden (Joh 11,45–53). Darum gab es, ausgehend vom Heiligen Land, am Palmsonntag, dem Beginn der Heiligen Woche, bzw. am Samstag davor ein Lazarus-Gedenken. Am Samstag findet seit dem 4. Jahrhundert eine Lazarus-Prozession von Jerusalem nach Bethanien statt. Dieses vorösterliche Lazarus-Gedenken hat sich in den orthodoxen Kirchen als Lazarus-Samstag erhalten.

Da der katholische (gregorianische) Kalender seine Festtage ganz anders berechnet als der Kalender Gottes, so wird in den allermeisten Jahren noch nicht einmal der richtige Samstag vor dem biblischen Passahfest gefeiert, sondern ein falscher Samstag, der mit dem 10. Nisan nun nichts mehr zu tun hat.  


Wie die Adventisten das Wort Gottes verdrehen

Noch schlimmer als die orthodoxen Kirchen machen es die Siebenten-Tags-Adventisten. Sie glauben der toten Ellen White (welche die katholischen Lehren Karfreitag und Ostersonntag übernahm) mehr als dem lebendigen Jesus, der vom Sabbat spricht. Die Adventisten wissen auch nicht, was der "erste Sabbat" (Mk 16,9) ist, sie kennen nur den ersten Advent-Sonntag des Papstes. Sie halten zwar den Sabbat, machen aber Jesus zu einem Lügner, der angeblich nicht das Zeichen des Messias ("3 Tage und 3 Nächte") erfüllt hätte. Was nützt der Sabbat, wenn sie das Wort Gottes verdrehen? Wird der Sabbat sie retten oder Jesus, dem sie nicht glauben? So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Adventisten den falschen Sabbat als den "großen Sabbat" bezeichnen, nämlich den Sabbat zwischen Kar-Freitag und Oster-Sonntag. Sie nennen ihn Oster-Sabbat oder Kar-Samstag, womit sie offen zugeben, dass sie nicht dem biblischen Kalender Gottes, sondern dem nicht-biblischen Kalender des Papstes folgen (gregorianischer Kalender) mit seinen eigenen Festtagen. Diese haben meist einen heidnischen Ursprung und wurden erst nachträglich mit christlichen Elementen ausgestattet. Für die Adventisten ist es der Sabbat der Enttäuschung, weil der Herr (angeblich am Freitag) gestorben und begraben wurde und erst am Tag darauf (ihr Oster-Sonntag) auferstanden sein soll. FALSCH, das biblische Passah-Fest begann bereits mit der Aussonderung des Passah-Lammes am 10. Nisan und nur dieser Tag der Ankündigung der Befreiung und der Wunder ist der große Sabbat, der Schabbat ha-Gadol. Der 17. Nisan (wieder ein Sabbat nach 7 Tagen) war dagegen der Tag der Auferstehung Jesu, nur das steht im griechischen Grundtext (Interlinear) und in vielen korrekten Bibelübersetzungen weltweit. Die Juden würden jedoch diesen Sabbat niemals als einen Großen Sabbat oder den Auferstehungs-Sabbat bezeichnen, weil sie Jesus ablehnen und ihn als einen angeblich "gescheiterten Messias" sogar verspotten, der gar nicht auferstanden sein soll. Aber bald, in der Trübsal, werden sie ihren Fehler erkennen, so wie die Adventisten auch, die das Wort Gottes (das Wertvollste, das wir Menschen hier auf Erden haben) verdrehen, nur um einer Frau (Ellen White) hinterher laufen zu können.

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

Und du, Daniel, verschließe die Worte und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes.

Viele werden es durchforschen, und die Erkenntnis wird sich mehren.

(Dan 12,4, ELB)

 

 

 

 "Prüft aber alles und das Gute behaltet."

(1Thess 5,21)

 

 

 

„...und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis;

deckt sie vielmehr auf“

(Eph 5,11)