Historische Quellen und Zitate der katholischen Kirche zur Einführung der Sonntags-Heiligung

Auf dieser Webseite wurden der griechische Grundtext und hunderte Übersetzungen in mehreren Sprachen vorgestellt, die von der Auferstehung Jesu an einem Sabbat sprechen. Aber es gibt dennoch ungenaue Übersetzungen, die den angeblichen Auferstehungs-Sonntag erwähnen, denn diese Theorie ist der einzige Grund, warum Christen den Sonntag angenommen haben. Fast alle Kirchen zitieren nur historische Texte, die ihren Sonntag in den Kirchen der ersten Jahrhunderte nach dem Tod Jesu erwähnen, aber gleichzeitig verheimlichen sie Quellen, welche die Auferstehung des Herrn an einem Sabbat belegen. Es ist interessant, einige historische Quellen und katholische Zitate zu betrachten. Darin wird sehr deutlich, dass die katholische Kirche selber zugibt, dass die Einführung der Sonntags-Heiligung nichts mit der Bibel zu tun hat und nur auf Menschenlehren beruht, bzw. auf der Autorität des Papstes.

 

Dieses Kapitel muss hinzugefügt werden, weil es einige Theologen gibt, welche die schlimme Irrlehre (man kann es Lüge nennen) verbreiten, wonach die Kirchenväter angeblich nur von der Sonntags-Auferstehung berichtet hätten und dass die ersten Christen angeblich alle den Sonntag feierten. Nein, es ist genau umgekehrt, die ersten Christen kannten den Kalender Gottes und sie wussten, dass ihr Herr an seinem Tag (Sabbat) auferstanden ist. Das steht auch im Neuen Testament (NT), nicht nur im griechischen Grundtext, sondern auch in sehr vielen korrekten Übersetzungen weltweit.

 

Bei den in der Literatur so genannten "Kirchenvätern", die für den Sonntag sprechen, handelt es sich meistens um Katholiken, die ihre theologischen Lehren verteidigen und durchsetzten wollten. Diese Texte sind für uns von geringer Bedeutung, denn wir berufen uns nur auf die Heilige Schrift mit ihren 49 Schriftrollen und unsere Kirchenväter sind Matthäus, Markus, Lukas, Johannes, Petrus und Paulus. Nur ihre Lehren in den 27 Schriften des NT sind für uns verbindlich, denn die Bibel warnt vor allen, die mit neuen Lehren und ein anderes Evangelium verbreiten, welches im Widerspruch zur Bibel steht. Dazu gehört auch das neue Evangelium von der angeblichen Turbo-Sonntags-Auferstehung Jesu:

Gal 1,6-9: „Mich wundert, dass ihr euch so bald abwenden lasst von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem andern Evangelium, 7 obwohl es doch kein andres gibt; nur dass einige da sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren. 8 Aber auch wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium predigen würden, das anders ist, als wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht. 9 Wie wir eben gesagt haben, so sage ich abermals: Wenn jemand euch ein Evangelium predigt, anders als ihr es empfangen habt, der sei verflucht.“

In Bezug auf die historischen Quellen, so haben die Kirchen überhaupt kein Interesse daran, von der Auferstehung Jesu „an einem Sabbat“ zu berichten und die zugehörigen Literaturhinweise zu dokumentieren. Dazu zählen die Katholiken, Protestanten, Evangelikale, Freikirchen, Pfingstgemeinden, Zeugen Jehovas usw. sogar (was noch viel schlimmer ist) die Sabbat-Kirchen, wie die Adventisten und die Church of God. Sie verbreiten fast nur Quellen, die für den Sonntag sprechen, weil deren Kirchengründer (Ellen White und Herbert W. Armstrong) davon sprachen, dass die Frauen angeblich „an einem Sonntag“ zum Grab kamen. Niemand will den Auferstehungs-Sabbat haben, deswegen suchen sie sich selektiv historische Zitate aus, die für den Sonntag sprechen, unabhängig davon, ob sie selber den Sabbat halten oder nicht. Man kann von den Adventisten daher nicht erwarten, dass sie eine Dokumentation an alten Literaturquellen veröffentlichen, aus der hervorgeht, dass Jesus „an einem Sabbat“ auferstanden ist. Sie berufen sich meistens auf die an einigen Stellen falsch übersetzte King James Bibel, aber nicht auf den griechischen Grundtext oder die vielen korrekten Bibel-Übersetzungen weltweit. Es gibt viele außerbiblische Beispiele, aus denen zu ersehen ist, dass es sogar noch 400-500 n. Chr. zahlreiche Christen gab, die nichts mit dem Sonntags-Gebot zu tun haben wollten, sondern den Sabbat hielten. Viele glaubten auch weiterhin an eine Kreuzigung Jesu „an einem Mittwoch“ und die Auferstehung des Herrn „an einem Sabbat“.

 

Wichtig: Jesus wird in den historischen Texten oft "Herr" [κύριοϛ, Kyrios] genannt und sein Tag wird als "Herrentag" (Κυριακή, Kyriaki) oder "Tag des Herrn" (ημέρα του Κυρίου, hemera tou Kyríou) bezeichnet. Aber hier fängt die Interpretation an, denn für die einen bedeutet es den Sabbat, für die anderen den Sonntag, weil im Neugriechischen der Herrentag von der katholischen Kirche mit dem Sonntag gleichgesetzt wurde. Aber die biblischen Fakten sind: Jesus bezeichnete sich immer als "Herr des Sabbats" (Lk 6,5; Mt 12,8; Mk 2,28), aber nie als "Herr des Sonntags" oder "Herr des ersten Tages der Woche". Der einzige biblische "Tag des Herrn" (Herrentag) ist also nur der Sabbat, während der theologische und kirchliche "Tag des Herrn" (Herrentag) der Sonntag ist. Wenn also in historischen Quellen vom Herrentag ("Tag des Herrn") die Rede ist, kann sich dies sowohl auf den Sabbat als auch auf den Sonntag beziehen. Für die einen Christen (die der Bibel folgten) bedeutete es den Sabbat, für die anderen (die den Theologen folgten) den Sonntag. Einige antike Texte werden auch absichtlich falsch übersetzt, weil sie im Griechischen wörtlich "Tag des Herrn" (Herrentag) bedeuten, die Theologen aber "Sonntag" daraus machen, so dass die Leser zu einer falschen Schlussfolgerung gezwungen werden.

Und es wird sogar noch komplizierter, denn die Römer bezeichneten ihren Sonnengott Sol Invictus (den unbesiegbaren Sonnengott) als ihren Herrn, und ihr Herrentag war der Sonntag. So wie es zwei Herren gibt (Jesus und den Sonnengott), gibt es auch zwei Herrentage. Da die Begriffe nicht einheitlich definiert wurden (was auch beabsichtigt war), entstand ein Verständnis-Chaos, wobei es nur einen Geist gibt, der darüber glücklich ist, nämlich den, der den Sonntag durchsetzen will.

 

Schon in den Anfängen der christlichen Kirche wurde der Sabbat heftig bekämpft, weil der Sonntag (der erste Tag der Woche) der offizielle römische Feiertag zu Ehren des Sonnengottes war. Da es im Römischen Reich nicht zwei konkurrierende Ruhe- und Feiertage geben sollte, wurde Druck ausgeübt, den Sabbat abzuschaffen und durch den Sonntag zu ersetzen. Dies bedeutete, dass Heiden und Christen an denselben Tagen ruhen konnten. Die offizielle Meinung sollte immer nur den Sonntag und natürlich den römischen Kalender betonen, während alle Heiden und Christen sich gemeinsam von den unbeliebten "jüdischen Festen" distanzieren sollten. Es wurde zunehmend verboten, positiv über den Sabbat und die Auferstehung am Sabbat zu sprechen und den Kalender Gottes zu beachten. Viele dieser Quellen wurden als "häretisch" eingestuft und verbrannt. Das muss man bei der Suche nach historischen Zitaten immer im Hinterkopf behalten, denn ein großer Teil der Literatur, die über die Sabbat-Auferstehung Jesu berichtet, musste vernichtet werden. Dennoch sind einige Quellen erhalten geblieben. Der folgende Text befasst sich mit drei Themen:

1. Der Grundtext und viele Übersetzungen sprechen vom Sabbat

2. Jüdische Quellen bestätigen den Sabbat

3. Die katholische Kirche bestätigt ihre unbiblische Verschiebung des Auferstehungstages und Feiertages

4. Viele außerbiblische Quellen belegen die Kreuzigung an einem Mittwoch


1. Der Grundtext und viele Übersetzungen sprechen vom Sabbat

Wenn Theologen sagen, dass es angeblich keine Quellen geben würde, die davon berichten, dass Jesus an einem Sabbat“ auferstanden ist (sondern nur an einem Sonntag), dann blamieren sie sich zutiefst, denn das steht in der Bibel selbst. Kann es sein, dass sie nach außerbiblischen Quellen für ihre Theorie der Sonntags-Auferstehung Jesu suchen, weil sie diese in der Bibel nicht finden, sondern immer nur den Sabbat? Es wird deutlich, dass diese Christen weder den griechischen Grundtext noch die lateinische Übersetzung Vulgata kennen, denn die wichtigsten Texte der Bibel sprechen nicht vom Sonntag, sondern vom Sabbat-Morgen. Das ist auch der Inhalt der Goten-Bibel von Bischof Wulfila und vielen korrekten Übersetzungen, die weltweit über alle Jahrhunderte hindurch erstellt wurden. Dies wird im Kapitel "Alte Bibeln" ausführlich dokumentiert. Alle diese wichtigen Übersetzungen der Bibel werden von vielen Theologen einfach ignoriert, sie konzentrieren sich stattdessen auf kirchliche Literatur-Quellen, die nichts mit der Bibel zu haben.

Ein Beispiel ist die bekannteste Evangelienharmonie der Antike; das Diatessaron (griech. „aus vier“) wurde bereits um 160-170 n. Chr. in Griechisch von Tatian (Tatianus; †170) verfasst. Er war ein Schüler des Justin des Märtyrers (*um 100, †165 in Rom), der ihm zum Christentum bekehrte. Wegen weiterer für die Kirche als ketzerisch eingestuften Schriften des Tatian, ließ der syrische Bischof Theodoret um 400 n. Chr. alle Exemplare des Diatessaron konfiszieren und vernichten. Aber es sind immerhin noch einige Übersetzungen in andere Sprachen erhalten geblieben. Um 544 erschien es in lateinischer, aber stark veränderter Ausgabe von Viktor von Capua. Diese wurde ihrerseits um das Jahr 830 im Kloster Fulda ins Althochdeutsche übersetzt und wurde deshalb „Althochdeutscher Tatian“ genannt (siehe dazu deutsche Handschriften und Faksimiles). Dies ist die älteste deutsche Evangelienharmonie und daher von besonderer nationaler Bedeutung. Ziel dieses kostbaren Buches war es, die Missionierungs-Absichten der christlichen Herrscher des Abendlandes zu unterstützen. Es ist vorwiegend eine Wort-für-Wort-Übersetzung. Links zeigt sich der lateinische Text, rechts die althochdeutsche Übersetzung in der gleichen Zeilen- und Wortfolge.

 

Der Inhalt des seit dem 10. Jahrhundert im Kloster St. Gallen befindlichen Buches ist sensationell. Es berichtet in der lateinischen und der altdeutschen Sprache NICHT von der Auferstehung Jesu „an einem Sonntag (lat. dies solis; altdeutsch sunnun tag)“, sondern eben „an einem Samstag“ (althochdeutsch: sambaztac, sambaztag; lat. sabbati) und zwar dem „ersten Sabbat“ der 7 Sabbate zwischen Passah bis Pfingsten. Frage: Wann kam „der Heiland (ther heilant)“ also zu den Jüngern? Antwort: „thes selben tages, eines sambaztages“ (des selben Tages, eines Samstags). Das versteht jedes deutsche Kind. Nebenbei, so hat auch Martin Luther übersetzt in seinem September-Testament 1522, seiner ersten Vollbibel 1534 und in der Ausgabe "letzte Handschrift" 1545 (Bibelstellen und Faksimiles), die über 500 Jahre bis heute millionenfach nachgedruckt wurde. Aber Luther erwähnte nicht den Samstag, sondern den Sabbat.

Das ist Diatessaron (incl. der lateinischen und deutschen Übersetzung) ist auch eines von vielen Beweisen, dass klar aufzeigt, dass die Menschen schon von 1.200 Jahren immer in den lateinischen und deutschen Texten zwischen den Wörtern "eine/erste" sowie Samstag, Woche und Sonntag differenzieren konnten. Sie wussten was in der Bibel steht und was eben nicht. Unsinnige Redewendungen wie „am ersten Tag der Woche“ oder „am Sonntag“ wurden im NT nicht verwendet. Sogar Lk 18,12 ist hervorragend übersetzt worden. Es folgen die lateinischen und altdeutschen Originaltexte der Evangelienharmonie mit der Übersetzung in heutigem Deutsch darunter:

Altdeutscher Tatian Evangeilen Harmonie Diatessaron, 830 n. Chr.
Die Evangelien-Harmonie (Diatessaron Übersetzung) zeigt die Auferstehung Jesu an einem Samstag

Es ist wirklich schwer zu verstehen, warum so viele Pastoren wie besessen nach außerbiblischen Quellen suchen, um ihre Ostersonntags-Theorie zu untermauern, aber nicht in das Wort Gottes schauen? Ist Gottes Wort nicht mehr wert als die Meinung von Menschen (Machthaber, Theologen, Papst)? Haben sie Angst, ihren Job und ihre Freunde zu verlieren, wenn sie die Bibel wörtlich nehmen und das Wort Gottes gegen außerbiblische Quellen verteidigen? Lesen sie deshalb nur ungenaue Übersetzungen wie die King James Bible (KJV) 1611 oder die revidierte Lutherbibel von 1912, um nicht in Gewissenskonflikte zu geraten? Denn die harte Wahrheit ist, dass es etwa 1500 Jahre lang bis zur Reformation fast keine Bibel gab, in der der „erste Tag der Woche" oder der "Sonntag" erwähnt wurde, weil fast alle Bibeln nur von der Auferstehung Jesu „an einem Sabbat“ oder sogar „an einem Samstag“ berichteten. Dies wird ausführlich im Kapitel "Alte Bibeln" bewiesen. Ist die Bibel nicht viel mehr wert als die umstrittenen Schriften der meist katholischen "Kirchenväter"? Viele Theologen suchen außerhalb der Bibel nach dem, was sie in ihr nicht finden können, oder noch schlimmer, sie erklären das Wort der Bibel mit Hilfe fremder Schriften für ungültig.

 

Und wenn Pastoren wieder die Irrlehre verbreiten, dass das Zeichen des Messias ("3 Tage und 3 Nächte“) nur symbolisch sei und es stattdessen eine Turbo-Auferstehung gegeben habe, und wenn sie sagen, dass das altgriechische "Sabbat" im Singular (σαββατου) und Plural (σαββατων) angeblich auch "Woche" (εβδομάδα) oder "Sonntag" (ἡμέρα Ήλίου) bedeute, obwohl es dafür im Griechischen und in allen Sprachen schon immer jeweils eigene Wörter gibt, sollten sie diese Formulierungen erst einmal aus dem Deutschen ins Altgriechische übertragen, dann wird ihr Betrug schnell auffliegen:

1.  „(an) dem einen der Sabbate“ (Plural Genitiv) 

2.  „(an) dem einen der Sonntage“ (Plural Genitiv)

3.  „(an) dem ersten der Sabbate“ (Plural Genitiv) 

4.  „(an) dem ersten der Sonntage“ (Plural Genitiv)

5.  „früh (des) ersten Sabbats“ (Singular Genitiv)

6.  „früh (des) ersten Sonntags“ (Singular Genitiv) 

5.  „früh (des) ersten Tags der Woche“ (Singular Genitiv)

Da wir Christen sind, müssen wir die Original-Bibel bei allen Fragen zuerst erforschen, dann die vielen Übersetzungen, denn das Wort Gottes ist das Kostbarste, das wir hier auf Erden haben. Es kann biblisch nicht drei Auferstehungstage (Sabbat, Samstag, Sonntag) geben, wo sich jeder Christ einen aussuchen kann, den er gerne hätte, je nachdem, welche Übersetzung er verwendet. Andere Informationsquellen mögen nützlich sein, aber wir wissen, dass Satan sich als Engel des Lichts tarnt (2Kor 11,14) und das Wort Gottes uminterpretieren oder verändern will. Viele folgen ihm aus Bequemlichkeit, denn der Weg Gottes ist schmal:

Mt 7,13-14: „Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. 14 Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden!


2. Jüdische Quellen bestätigen den Sabbat

Mit Schabbat ha-Gadol (hebräisch übersetzt ‚der Große Sabbat‘) bezeichnen die Israeliten den wöchentlichen Sabbat vor dem Passahfest, welches ab dem Rüsttag (Vorbereitungstag) am 14. Nisan (Tag der Tötung des Lammes) beginnt. Aber das eigentliche Fest der Ungesäuerten Brote beginnt immer ab dem 15. Nisan, dem ersten jährlichen Sabbat. Hier muss also genau differenziert werden zwischen dem wöchentlichen großen Sabbat (Schabbat ha-Gadol) am 10. Nisan und dem ersten jährlichen großen Sabbat (Festtag) am 15. Nisan (siehe grosser Sabbat). Die Bibel kennt nur 7 jährliche große Sabbate (Festtage) als Versammlungstage mit Gott. Es gibt aber auch einen kleinen wöchentlichen Sabbat pro Jahr, der auch großer Sabbat genannt wird, weil die Hebräer schon immer davon ausgingen, dass das erste Passahlamm am 10. Nisan zur Zeit des Exodus an einem wöchentlichen Sabbat ausgesondert wurde. Dies bedeutet zwangsläufig, dass der 14. Nisan (Rüsttag) in diesem Jahr auf einen Mittwoch, der 15. Nisan (Festtag) auf einen Donnerstag und der erste Sabbat auf den 17. Nisan gefallen sein muss.

 

Ist es nicht erstaunlich, dass die Hebräer selber seit Tausenden von Jahren in ihrer Literatur indirekt bestätigen, dass unser Herr Jesus Christus an einem Sabbat (die Christen nennen ihn ungenau Palm-Sabbat) ausgesondert und nach den 4 vorgeschriebenen Tagen an einem Mittwoch (14. Nisan, Rüsttag) gekreuzigt wurde, um die Symbolik in perfekter Weise zu erfüllen?

 

Da der 10. Nisan aber gemäß dem astronomischen Kalender Gottes nur etwa jedes dritte Jahr auf einen Sabbat, aber sonst auf andere Wochentage fällt, wird auch in diesen Jahren der Sabbat vor dem Passahfest zum Gedenken als Schabbat ha-Gadol (großer Sabbat) bezeichnet, auch wenn er nicht auf den 10. Nisan fällt. Somit gedenken die Juden in jedem Jahr an die Aussonderung des Lammes am großen Sabbat, den 10. Nisan im Jahr des Exodus aus Ägypten. Diese Lehre wird auch im Talmud bestätigt, welcher den 15. Nisan (und somit den Exodus) auf einen Donnerstag datiert, womit der 10. Nisan auf einen Sabbat gefallen sein muss:

„Was den Nisan betrifft, an dem die Israeliten aus Ägypten auszogen, so schlachteten sie am 14. Tag ihre Pessach-Opfer, am 15. zogen sie aus, und am Abend [des 15.] wurden die Erstgeborenen erschlagen... und dieser Tag war ein Donnerstag.“ (Shabbat 87b).

Dies ist eine perfekte Bestätigung dessen, was wir allen Christen klar machen wollen, nämlich dass die Hebräer selbst der Meinung sind, dass im Jahr des Exodus das erste Passah-Lamm in der Mitte der Woche, am 14 Nisan (Mittwoch) um 15 Uhr, geopfert wurde. Damit erfüllte Jesus das Gesetz in absolut perfekter Weise, es könnte nicht genauer sein. Auch er wurde zusammen mit den Lämmern am 10. Nisan (Sabbat, Samstag) ausgesondert, starb zur gleichen Zeit am 14. Nisan (Mittwoch) um 15 Uhr und wurde dann nach seinen vorhergesagten 3 Tagen und 3 Nächten früh am ersten Sabbat (17. Nisan, Markus 16,9) auferweckt. Damit hat er jedes weitere Schlachten von Tieren überflüssig gemacht und ist nun zu unserer Sabbatruhe geworden.

Hierzu vermerkt das 1927 erschienene Jüdische Lexikon, dass der Schabbat unmittelbar vor Pessach Schabbat hagadol genannt werde, weil „der 10. Nissan, an dem einst vor der Befreiungsnacht in Ägypten das Pessachopfer bereitgestellt wurde (Exodus 12,3), auf den Sabbat gefallen sein soll (s. b. Sabb. 87b).“

Einen großen Sonntag“ oder einen „großen ersten Tag der Woche“ gibt es weder in der Bibel noch im Judentum, sondern nur der große Sabbat" am 10. Nisan ist bekannt. Bitte schauen Sie sich selber einen biblischen oder jüdischen Kalender an. Dort gibt keinen Sonntags-Quatsch, sondern jeder kleine wöchentliche Sabbat vor Pessach wird jährlich "großer Sabbat" genannt, um an die Aussonderung der Lämmer an dem großen Sabbat (10. Nisan) im Jahr des Exodus zu erinnern. Wir verbreiten hier keine Sekten-Lehre, sondern absolutes Grundlagen-Wissen, das nicht nur in jüdischen, sondern auch in christlichen Enzyklopädien und auf Wikipedia zu finden ist. Doch leider wollen die meisten Christen lieber dem Kalender der Römer und Katholiken folgen, und dort finden sie alle diese wichtigen biblischen Fakten nicht.

Siehe dazu die Kapitel Schabbat Ha-Gadol am 10. Nisan und Palm-Sabbat.

Palm-Sabbat, Sabbat Auferstehung, Schabbat ha gadol
Der Palm-Sabbat (Shabbat ha-Gadol) und das Passahfest zur Zeit Jesu

Etwa jedes dritte Jahr fällt der 10. Nisan (der Tag der Aussonderung des Lammes) auf einen Sabbat (Samstag), seltener auf einen Sonntag. Der 14. Nisan (der Tag der Opferung des Lammes) liegt dann in der Mitte der Woche (Mittwoch), der große Sabbat am 15. Nisan (Donnerstag) und der „erste Sabbat“ (Mk 16,9) in der Zählung der 7 wöchentlichen Sabbate bis Pfingsten ist am 17. Nisan. So war es auch in dem Jahr, in dem unser Herr Jesus Christus gekreuzigt und nach „3 Tagen und 3 Nächten“ wieder auferweckt wurde und somit das Zeichen des Messias erfüllt hat.

In den Jahren 2020 und 2023 fielen der exakte astronomische Kalender Gottes (siehe Levitikus 23) und der ungenaue mathematische jüdische Kalender (aus dem 4. Jahrhundert n. Chr.) auf dieselben Tage. Das bedeutet, dass jeder biblische (z.B. TorahCalendar) und jüdische Online-Kalender den Palm-Sabbat (Schabbat Ha-Gadol = der Große Sabbat) bestätigen und die Zählung der 50 Tage bis Pfingsten mit demselben gregorianischen Datum anzeigen kann:

Palm sabbat, schabbet ha-gadol, Passah, AUferstehung Sabbat
Der Palm-Sabbat (Schabbat ha-Gadol) 2020 und 2023

Wie aus den ersten beiden Punkten deutlich geworden ist, bestätigen nicht nur der griechische Grundtext des NT und die vielen Bibel-Übersetzungen, dass der 14. Nisan im Jahr der Kreuzigung Jesu ein Mittwoch war, sondern auch die jüdische Literatur. Sie beweist, dass im Jahr des Exodus der 10. Nisan auf einen Sabbat (Schabbat ha-Gadal) fiel, der 14. Nisan auf einen Mittwoch und der 15. Nisan (großer Sabbat) auf einen Donnerstag. Das bedeutet, dass Jesus das Gesetz perfekt erfüllte und am selben Wochentag und zur selben Uhrzeit starb wie das erste Passahlamm zur Zeit Moses.


3. Die katholische Kirche bestätigt ihre unbiblische Verschiebung des Tages

Es gibt sehr viele katholische und wissenschaftliche Zitate, die belegen, dass die Sonntags-Heiligung nicht-biblisch ist und lediglich eine kirchliche Lehre darstellt. Die Theorie der angeblichen Auferstehung Jesu an einem Sonntag ist das Einzige, was für den Sonntag sprechen würde. Ohne diese Annahme würde kein Christ am heidnischen Sonntag festhalten. Wenn eine Lüge oft genug wiederholt wird, dann wird sie für viele zur Wahrheit. Dennoch gab es immer wieder Katholiken, die es auf den Punkt gebracht haben und vom Sabbat sprachen. Kirchenhistorisch gab es drei Phasen:

[1.] Zunächst gab es den Sabbat als wöchentlichen Feiertag und als Tag der Auferstehung Christi,

[2.] danach 2 wöchentliche Ruhetage nebeneinander mit einem oder zwei unterschiedlichen Auferstehungs-Tagen (Sabbat oder Sonntag) und

[3.] schließlich wurde der Sabbat abgesetzt und sogar verboten und nur der Sonntag blieb übrig.

Es folgen einige Beispiele:

Kaiser Konstantin der Große ca. 300 n. Chr.

Der römische Kaiser Konstantin der Große (*ca. 285; †337), der selber den Sonnengott Sol Invictus („der unbesiegbare Sonnengott“) angebetet hat, bestimmte im Jahr 325 n.Chr. beim Konzil von Nicäa unter Teilnahme von über 300 Bischöfen, dass nicht mehr der biblische 14. Nisan (Rüsttag) und der 15. Nisan (Fest-Sabbat) gefeiert werden sollten, sondern stattdessen das neue Osterfest entsprechend dem neuen römischen Kirchenkalender. Es wurde bestimmt, dass das neue Osterfest bei allen Kirchen an demselben Tag gefeiert werden muss und zwar an einem Sonntag nach dem jüdischen Passah-Fest. Viele Christen, die dies ablehnten und lieber die biblische Festordnung Israels einhalten wollten, wurden grausam gefoltert oder getötet. Damit wurde auch die Kenntnis des biblischen Kalenders immer mehr aus dem Bewusstsein der Christen verdrängt. Der heidnische Kaiser Konstantin hat somit sein Ziel - den Kalender Gottes zu verdrängen - somit fast erreicht, denn es gibt heute nur noch wenige Christen, die den Kalender Gottes kennen und somit die Aussagen der Evangelisten im Auferstehungskapitel verstehen können. Viele Christen (z.B. Amir Tsarfati) sind sich dessen gar nicht bewusst, wenn sie vom „ersten Sonntag nach Passah“ (dem angeblichen Erstlingsfrüchte-Sonntag) sprechen, dass sie damit dem Willen, der Theologie und dem Kalender von Kaiser Konstantin folgen, der die wahren Nachfolger Jesu Christi umbringen ließ.

Bischof Nikolaus von Konstantinopel um 300 n. Chr.

Der Sonntag wurde von den Kirchenvätern zunächst mit dem Sabbat gleich gestellt, doch später wurde er über den Sabbat gestellt, so dass die Sabbatruhe verboten wurde:

„Der Bischof Nikolaus von Konstantinopel antwortete auf die Frage: ‚ob auch am Sabbate stehend gebetet werden solle’. Dass der Sabbat von den Heiligen Vätern dem Sonntage gleich gestellt worden sei. Die Synode zu Nicäa hatte nämlich am 20. 5. [im Jahr 325] verordnet: ‚am Sonntage solle stehend gebetet werden...’ Theophilus von Alexandrien hingegen sagte: ‚so wie Christus den Tod überwunden hat, so hat auch der Sonntag den Sabbat überwunden.’ Und die Laodizäische Synode [343–381] hatte am 29. Jan. verordnet, dass die Christen den Juden nicht nachahmen und am Sabbate müßig sein sollten, sondern sie sollten arbeiten.“

[SCHÖNE 1822, S. 251].

Sokrates Scholastikos um 400 n. Chr.

Sokrates Scholastikos (lat. Socrates Scholasticus; *380; †440) war ein spätantiker Kirchenhistoriker, der eine in altgriechischer Sprache verfasste siebenbändige Kirchengeschichte (Historia ecclesiastica) herausgab. Diese umfasst den Kirchenzeitraum 305-439. Sokrates macht in dieser 439 n.Chr. veröffentlichen Ausgabe eine erstaunliche Bemerkung:

„Alle Kirchen auf dem Erdboden halten jede Woche am Sabbate ihre Versammlungen und feiern die Mysterien; nur die Alexandriner und Römer weigern sich, einer alten Überlieferung zu Folge, dieses zu tun. Die Ägypter und die Bewohner von Thebais halten zwar am Sabbate Versammlung, doch ohne die Mysterien zu begehen...“

[Quelle: Sokrates V, 21-22 in: SCHÖNE: Geschichtsforschungen über die kirchlichen Gebräuche und Einrichtungen der Christen, Band 3, Berlin 1822, S. 253].

Der wichtige Hinweis, dass das Sabbathalten noch so stark verbreitet war, beweist, dass die Lehre der Sonntags-Auferstehung Jesu sich erst langsam durchsetzte, weil viele noch den Kalender Gottes kannten und sich an den biblischen Festtagen orientierten.

Gregor von Tours um 580 n. Chr.

Gregor von Tours (frz. Grégoire de Tours; lat. Gregorii Turonici; *538; †594) stammte aus einer vornehmen gallo-römischen Familie und war Bischof von Tours in Gallien und nebenbei Geschichts-Schreiber. Sein wichtigstes Werk waren die in lateinischer Sprache in den Jahren 574-593 verfassten Zehn Bücher Geschichten (Decem libri historiarum), die auch „Historiarum Francorum Libri Decem“ (Geschichte der Franken in 10 Büchern) oder kurz Historien genannt werden. Darin beschreibt der Bischof die Ereignisse in der Kirche seiner Zeit. Gregor kannte zwar die Vulgata, aber er verwendete für sein Buch hauptsächlich nicht-biblische Schriften und Kirchenmeinungen. Im ersten Buch (Kap. 23) geht es um den Tag der Auferstehung des Herrn (De die resurrectiones dominicae). Er verteidigt zwar die Kirchenlehre über den Sonntag, schreibt allerdings etwas sehr interessantes:

„Des Herrn Auferstehung fand aber am ersten Tag statt, wie wir glauben, nicht am siebten Tag, wie so viele denken
[Original-Zitat: Dominicam vero resurrectionem die prima facta credimus, non septimam, sicut multi putant].

Hier macht er deutlich, dass nicht wenige, sondern sogar VIELE noch im 6. Jahrhundert n. Chr. gedacht haben, dass Jesus „an einem Sabbat“ (dem siebten Wochentag) auferstanden ist. Das ist aber auch gar keine Überraschung, da alle Bibeln jener Zeit, das bedeutet sowohl die griechischen Grundtexte als auch die offizielle lateinische Übersetzung (Vulgata) jeweils ganz klar von dem Kommen der Frauen zum Grab „an einem Sabbat“ berichtet haben. 

Alfred Schöne 1822

Ein anders Beispiel sind die Bücher von Alfred Schöne („Geschichtsforschungen über die kirchlichen Gebräuche und Einrichtungen der Christen“, Band 3, Berlin 1822), in denen er mehrfach darauf hinweist, dass der Sabbat über lange Zeiträume neben dem Sonntag bei Christen im großen Ansehen stand und gehalten wurde (S. 250). Nach SCHÖNE gab also zunächst zwei wöchentliche Feiertage nebeneinander. Und in einigen Gegenden wurde das Passahfest bei den Christen genau zur selben Zeit praktiziert wie bei den Juden auch. Viele Christen orientierten sich selbst noch Jahrhunderte nach dem Tod Jesu nach dem biblischen und nicht nach dem römischen Kalender (S. 268ff). Christen hatten folglich gar kein Problem mit einer biblischen Auferstehung Jesu „an einem Sabbat“, da sie alle genau die gleiche Festtags-Folge wie im Todesjahr Jesu selber von klein-auf mehrfach miterlebt haben. SCHÖNE schreibt:

„Neben dem Tage des Herrn stand der Sabbat bei den Christen noch im großen Ansehen und die Feier desselben wurde in einigen Gegenden fast auf die gleiche Weise begangen, einzelne Kirchenlehrer wollten ihn zwar denselben abgeschafft wissen, weil er zu sehr an das Judentum erinnere, doch hielt es, wie es schien, schwer mit diesem Vorschlage durchzudringen. Athanasius suchte die Beschuldigung, als wenn seine Gemeinde das Judentum nachahmte durch die Erklärung von ihr abzuwälzen, das sich diese am Sabbate versammele, nicht weil sie am Judaismus krank sei, sondern um Jesus dem Herrn des Sabbats zu verehren. Epiphanus erwähnt ebenfalls in seinen Schriften, dass des Sabbats an mehreren Orten Versammlungen gehalten würden“ (S. 250).

Es war also sogar Jahrhunderte nach Christi Tod immer noch VIELEN Christen klar, dass der Sabbat weiterhin der Herrentag Jesu war.

Papst Leo XIII 1894

Es gibt zahlreiche historische Quellen, die den Papst als den „Stellvertreter Christi“ bezeichnen, der angeblich das Recht hätte, im Namen Gottes neue Festtage einzuführen. So überrascht es nicht, wenn Papst Leo XIII (*1810; †1903) sich anmaßte den Platz Gottes einzunehmen:

„Wir haben auf dieser Erde den Platz des allmächtigen Gottes.“

[Original-Zitat: „We hold upon this earth the place of God Almighty" - Pope Leo XIII Encyclical Letter of June 20, 1894].

Mit dieser Begründung nahm sich die katholische Kirche das Recht, den Sabbat abzuschaffen und den Sonntag einzuführen. Es ging nicht immer um die angebliche Auferstehung Jesu an einem Sonntag, sondern es ging um die Autorität der Kirche, Zeiten und Festtage anstelle von Gott zu verändern.

The Catholic National 1895

Manche katholische Organe und Zeitschriften wie „The Catholic National“ gehen sogar so weit, dass sie den Papst mit Jesus gleichsetzen:

„Der Papst ist nicht nur der Stellvertreter Jesu Christi, sondern er ist Jesus Christus selbst - versteckt unter dem Schleier des Fleisches“
[Original-Zitat: „The Pope is not only the representative of Jesus Christ, he is Jesus Christ himself, hidden under the veil of flesh“ - The Catholic National, July 1895].

Es ist unglaublich, wie weit die Selbsteinschätzung von der Realität abweicht. Genau dieser Mangel an Demut ist der Grund, warum die Kirche sich angemaßt hat, den Auferstehungs-Sabbat durch den Auferstehungs-Sonntag zu ersetzen. Wenn der Papst nämlich mit Jesus gleich gesetzt wird, dann ist es kein Wunder, wenn die Kirche den uralten heidnisch-römischen „Herrentag des Herrn Sol“ (Sonntag) zum neuen „Herrentag der Herrn Jesus“ bestimmt. Die Christen berufen sich dann immer nicht auf die Bibel, sondern auf de Autorität des Papstes, der dann auch das Recht hat, einige Bibelstellen im Inhalt zu verändern, weil ihn dazu angeblich der Heilige Geist geleitet hätte. Ähnlich argumentieren jene, welche die King James-Bibel (KJV) von 1611 als angeblich "von Gott inspiriert" bezeichnen und somit den griechischen Grundtext ablehnen, weil angeblich Gott dem König und seinen vielen Theologen gezeigt habe, wie die Bibel zu verstehen sei. Nein, siehe dazu das Kapitel: "Die KJV wurde nicht von Gott inspiriert". Wie bereits Alfred Schöne bewiesen hat, betrachteten die ersten Christen Jesus als „den Herrn des Sabbats, nicht als „den Herrn des Sonntags".

Kardinal Gibbon um 1900

Kardinal Gibbon (*1834; †1921) war viele Jahre der Kopf der katholischen Kirche in Amerika. Er sagte die folgenden sehr wichtigen und oft zitierten Worte:

„Ihr könnt die Bibel lesen von der Genesis bis zur Offenbarung, und ihr werdet nicht eine einzige Bibelstelle finden, welche die Sonntagheiligung rechtfertigt. Die Schriften fordern die religiöse Beachtung des Samstags, einen Tag, den wir [Katholiken] niemals heiligen.“

[Original-Zitat: „You may read the Bible from Genesis to Revelation, and you will not find a single line authorizing the sanctification of Sunday. The Scriptures enforce the religious observance of Saturday, a day which we never sanctify.” Cardinal Gibbons: The Faith of Our Fathers (92d ed., rev.; Baltimore: John Murphy Company), S. 89].

Kardinal Gibbon sagt die unbequeme Wahrheit, es gibt in der gesamten Bibel nicht eine einzelne Bibelstelle, welche die Sonntagsheiligung rechtfertigt, denn sie spricht immer nur vom Sabbat und das insbesondere im Auferstehungs-Kapitel der Evangelien!

Im Catholic Mirror, dem offiziellen Magazin der katholischen Kirche in den USA, schrieb Kardinal Gibbon:

„Der gesunde Menschenverstand sagt, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt: Entweder Protestantismus und Samstagsheiligung oder Katholizismus und Sonntagsheiligung. Ein Kompromiss ist unmöglich.“

[Original-Zitat: „Reason and common sense demand the acceptance of one or the other of these alternatives: either Protestantism and the keeping holy of Saturday, or Catholicity and the keeping holy of Sunday. Compromise is impossible.“ The Catholic Mirror, December 23, 1893].

Er schreibt also, dass es gängige Praxis bei den Protestanten war, den Sabbat zu heiligen. In einem Antwortschreiben an Kardinal Gibbon schrieb C.F. Thomas 1898:

„Wenn Protestanten den ersten Tag der Woche halten, erkennen sie damit die Autorität der katholischen Kirche an?... So sieht es aus, denn der Brauch, den sie einhalten ist von der [katholischen] Kirche.“

[Originalzitat: „If Protestants observe the first day of the week are they in that act recognizing the authority of the Catholic Church?... It looks that way, since the custom they observe is of the Church and from the Church.“ C.F. Thomas, February 8, 1898].

The Catholic Press 1900

Auch die Catholic Press aus Australien machte eindeutig klar, dass nicht Gott oder Jesus, sondern die Kirche den wöchentichen Feiertag verschoben hat:

Sonntag ist eine katholische Einrichtung, deren Ansprüche nur aufgrund katholischer Prinzipien verteidigt werden können ... vom Anfang bis hin zum Ende der Bibel gibt es nicht eine Passage, die die Verschiebung des wöchentlichen Gottesdienstes vom letzten Tag der Woche auf der ersten Tag belegt.“

[Original-Zitat: „Sunday is a Catholic institution, and its claims to observance can be defended only on Catholic principles... From beginning to end of Scripture there is not a single passage that warrants the transfer of weekly public worship from the last day of the week to the first.“ - The Catholic Press, Sydney, Australia, August, 1900].

Richtig, der Sonntag ist eine katholische Erfindung, der viele Evangelikale, Freikirchen, Zeugen Jehovas und sogar Adventisten folgen, denn obwohl sie den Sonntag nicht halten, lehren sie die angebliche Auferstehung des Herrn „an einem Sonntag“. Sie alle werten den ersten Tag der Woche auf und werten die Bedeutung des Sabbats ab. Der Heilige Geist kann sie sicher nicht dazu gebracht haben, sondern der Sonntag ist, wie viele Quellen bestätigen, eine katholische Institution. Es handelt sich um eine uralte katholische, aber nicht biblische Doktrin. Die Behauptung von der angeblichen „gottgewollten Verschiebung des Auferstehungstages und des wöchentlichen Feiertages auf den Sonntag durch die Autorität der katholischen Kirche“ hat sich im Laufe der Jahrhunderte so in den Köpfen der Christen verfestigt, dass sie die Bibel entsprechend so übersetzt haben, dass aus dem Sabbat der gewünschte Sonntag geworden ist. Das macht es umso schwieriger, diese Christen vom wahren Wortlaut der Bibel zu überzeugen.

The Catholic Encyclopedia 1907-1912

Die CATHOLIC ENCYCLOPEDIA (1907-1912) bietet einige Erklärungen, die belegen, dass die Verschiebung des wöchentlichen Feiertages nicht von Gott angeordnet wurde, sondern nur eine kirchliche Tradition hat, da Heidenchristen ihre alten Festgebräuche übernahmen. Unter dem Stichwort Sabbat steht:

 „Sabbat (hebr. Shabbath, Aufhören, Ruhe; gr. Sabbaton; lat. Sabbatum). Der siebte Tag der Woche bei den Hebräern, der Tag der von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang gerechnet wurde, das ist vom Freitagabend bis Samstagabend... Der Sabbat war der Ruhetag „geheiligt durch den Herrn“ (2Mo 16,23; 31,15; 5Mo 5,14)... Die bekehrten Heiden hatten ihre religiösen Versammlungen am Sonntag (Apg. 20,7; 1Kor 16,2) und mit dem Verschwinden der jüdischen christlichen Kirchen wurde dieser Tag exklusiv gehalten als der Herrentag.“

Diese Aussage ist interessant, denn zum einen wird gesagt, dass der Sabbat der Tag war, der durch den Herrn geheiligt wurde (der Sonntag war und ist also der NICHT vom Herrn geheiligte Tag); aber auf der anderen Seite soll ein anderer Tag der Herrentag sein, nämlich der nicht geheiligte erste Wochentag, der Sonntag, an dem sich die Heiden-Christen (aber nicht die aus dem Juden stammenden Christen) versammelt haben sollen, obwohl der griechische Urtext und auch alle ersten katholischen Bibelübersetzungen in andere Sprachen nur von einem Gemeinde-Treffen jeweils an Sabbaten berichten, wie leicht in den folgenden Kapiteln nachgewiesen werden kann. Beim Stichwort Sonntag steht:

Sonntag (Tag der Sonne), der Name des ersten Tages der Woche, ist abgeleitet von ägyptischer Astrologie...“

Der Sonntag ist also nach dieser katholischen Definition der „Tag der Sonne“ (also des Sonnengottes Sol), der aus ägyptischer Astrologie abgeleitet wurde. Das klingt nicht gerade christlich, oder? Dieser Feiertag wurde nicht zu Ehren Jesu, sondern zu Ehren der Sonne und des mit ihr verbundenen Sonnengottes der Heiden (Ägypter, Griechen, Römer). benannt. Wir verbreiten hier keine Verschwörungstheorien, bitte lesen Sie es selbst in dieser katholischen Enzyklopädie. Beim Stichwort über die Zehn Gebote steht sogar:

„...die Kirche, auf der anderen Seite, nach dem Ändern des Ruhetages vom jüdischen Sabbat, oder siebten Tag der Woche, machte, dass sich das dritte Gebot auf den Sonntag bezog, als den Tag der heilig gehalten werden soll, als der Herrentag...“

Das sind insgesamt höchst erstaunliche Aussagen in der offiziellen katholischen Enzyklopädie, denn während zugegeben wird, dass der Herr den Sabbattag geheiligt hat, so hat die katholische Kirche den Ruhetag verändert und einen neuen Tag, nämlich den Sonntag, als heilig erklärt. Also hat nicht Gott, sondern die Kirche den Sonntag geheiligt zum Herrentag bestimmt. Außerdem hat sie es sich gewagt das zweite Gebot (2Mo 20,4-6) einfach auszulöschen, so dass sie das Sabbatgebot als das „dritte“ und nicht „vierte“ bezeichnet, wie es korrekt sein müsste.

[Original-Zitate in der CATHOLIC ENCYCLOPEDIA 1907-1912 zu den Stichworten Sabbat, Sonntag und Die 10 Gebote: „Sabbath (Hebrew shabbath, cessation, rest; Greek Sabbaton; Latin Sabbatum). The seventh day of the week among the Hebrews, the day being counted from sunset to sunset, that is, from Friday evening to Saturday evening… The Sabbath was a day of rest "sanctified to the Lord" (Exodus 16:23 ; 31:15 ; Deuteronomy 5:14)... The gentile converts held their religious meetings on Sunday (Acts 20:7; 1 Corinthians 16:2) and with the disappearance of the Jewish Christian churches this day was exclusively observed as the Lord's Day.“ – „Sunday (Day of the Sun), as the name of the first day of the week, is derived from Egyptian astrology...“ - The Ten Commandments: „…The Church, on the other hand, after changing the day of rest from the Jewish Sabbath, or seventh day of the week, to the first, made the Third Commandment refer to Sunday as the day to be kept holy as the Lord's Day...“].

Vincent Kelly 1943

Vincent Kelly macht in der katholischen Universitätspresse klar, dass der Sonntag nicht durch die biblische, sondern durch die kirchliche Einsetzung seine Berechtigung habe:

„Einige Theologen haben festgestellt, dass Gott den Sonntag als den Tag der Anbetung nach dem NEUEN GESETZ gab, nach dem er selbst direkt den Sonntag für den Sabbat ersetzt habe. Aber diese Theorie wurde aufgegeben. Es wird nun allgemein so gehalten, dass Gott seiner [katholischen] Kirche die Macht gab, irgendeinen Tag zu nehmen und ihn als einen heiligen Tag anzuerkennen, wenn sie es für richtig hält. Die Kirche wählte den Sonntag, den ersten Tag der Woche, und im Laufe der Zeit hat sie noch andere Tage als heilige Tage [Feiertage] hinzugefügt.“

[Original-Zitat: „Some theologians have held that God likewise directly determined the Sunday as the day of worship in the NEW LAW, that he himself has explicitly substituted Sunday for the Sabbath. But this theory is entirely abandoned. It is now commonly held that God simply gave His church the power to set aside whatever day or days she would deem suitable as holy days. The church chose Sunday, the first day of the week, and in the course of time added other days as holy days." - Vincent J. Kelly, Forbidden Sunday and Feast-Day Occupations, Washington, DC, Catholic University of America Press, Studies in Sacred Theology, No. 70.,1943, p. 2.]

Sein sehr interessantes Zitat belegt, dass die katholische Kirche auch einen anderen Tag hätte wählen können, wenn sie es gewollt hätte, aber sie entschied sich (entgegen dem biblischen Wort) für den Sonntag und weitere Tage (Palmsonntag, Ostersonntag, Pfingstsonntag, Adventssonntage). Daher ist es verständlich, warum die katholische Kirche das 4. Gebot oftmals als „gedenke des Feiertags“ und nicht „gedenke des Sabbats“ übersetzt. So übersetzen auch Evangelikale, Protestanten und einige Freikirchen, sie wollen nicht, dass die Bibel von den verhassten und so genannten "jüdischen" Sabbaten spricht.

The Convert’s Catechism of Catholic Doctrine 1946

Das Convert’s Catechism of Catholic Doctrine (1946, S. 50) geht noch weiter:

„Wir halten den Sonntag anstelle des Samstags, weil die Katholische Kirche im Konzil von Laodizäa (336 n. Chr.) die Heiligkeit des Samstags auf den Sonntag verschoben hat... Die Kirche hat den Samstag durch die Fülle der göttlichen Kraft, die Jesus Christus ihr verliehen hat, durch den Sonntag ersetzt!“

[Original-Zitat: „We observe Sunday instead of Saturday because the Catholic Church, in the Council of Laodicea, (AD 336) transferred the solemnity from Saturday to Sunday… The Church substituted Sunday for Saturday by the plenitude of that divine power which Jesus Christ bestowed upon her!“ — Rev. Peter Geiermann].

Hier steht ganz deutlich, dass die katholische Kirche – und nicht Jesus oder Gott oder die Bibel – den Sonntag neu eingeführt haben. Und das ist richtig, denn weder Gott noch Jesus sprachen jemals von einer Verschiebung des wöchentlichen Ruhetages und von einer Verschiebung der Heiligkeit schon gar nicht. Wieder geht es hier nicht um einen Auferstehungstag, der diese Veränderung legitimiert, sondern es geht erneut um die Autorität der Kirche.

Die katholischen Zeitung SENTINEL 1995

Eines der interessantesten Zitate wurde in der katholischen Zeitung SENTINEL veröffentlicht:

Es ist das wahrscheinlich kühnste Ereignis, die revolutionärste Veränderung welche die [katholische] Kirche jemals tat, die im ersten Jahrhundert geschah: Der heilige Tag, der Sabbat, wurde von Samstag auf Sonntag geändert. 'Der Tag des Herrn' (dies Dominica) wurde gewählt, nicht aus irgend einer Mitteilung in der Heiligen Schrift, sondern aufgrund des Gefühls [oder Autorität] der [katholischen] Kirche an die eigene Macht. Der Tag der Auferstehung, der Pfingsttag (50 Tage später), kam auf den ersten Tag der Woche. Das sollte der neue Sabbat sein. Menschen die glauben, dass die Heilige Schrift die alleinige Autorität sei, sollten logischerweise 7.-Tags-Adventisten werden und den Samstag heilig halten.“

[Original-Zitat: „Perhaps the boldest thing, the most revolutionary change the Church ever did, happened in the first century. The holy day, the Sabbath, was changed from Saturday to Sunday. "The Day of the Lord“ (dies Dominica) was chosen, not from any directions noted in the Scriptures, but from the Church's sense of its own power. The day of resurrection, the day of Pentecost, fifty days later, came on the first day of the week. So this would be the new Sabbath. People who think that the Scriptures should be the sole authority, should logically become 7th Day Adventists, and keep Saturday holy.“ - SENTINEL, Pastor's page, Saint Catherine Catholic Church, Algonac, Michigan, May 21, 1995].

Dieses Zitat verschlägt einem den Atem. Wenn wir das sagen würden, dann würden sich die Christen aufregen und uns vorwerfen, dass wir andere schlecht machen udn Irrlehren wollen. Nein, die meisten Christen sind schlecht informiert uind leben in einer Sonntags-Illusion; lesen Sie es bitte selber nach: Dass der Sabbat im ersten Jahrhundert auf den Sonntag verschoben wurde war „nicht aus irgend einer Mitteilung aus der Heiligen Schrift" (Bibel) und „der Tag der Auferstehung..., kam auf den ersten Tag der Woche.“ Hier wird klar zugegeben, dass bereits im ersten Jahrhundert n. Chr. der Feiertag von Menschen (nicht von Gott oder Jesus) verschoben wurde.

Falls jemand behauptet, dass es im ersten Jahrhundert angeblich noch keine katholische Kirche gab, so ist es nicht, was diese Kirche selber lehrt, denn sie beruft sich auf Gemeindegründungen seit 30-33 n. Chr., wie auch auf Wikipedia erklärt wird. Obwohl die ersten Christen noch an die Auferstehung am Sabbat und das Sabbatgebot glaubten, wurden im Laufe der Jahrhunderte zunehmend die römischen Tage übernommen, die dann zu den neuen so genannten „christlichen Festen“ deklariert wurden. Wenn also ein Christ heute sagen sollte, dass die Einführung der Sonntagsheiligung unbiblisch sei, der verkündet nichts Falsches. Es ist eine Tatsache, die von der katholischen Kirche gelehrt wird, wie auch der römisch-katholische Kardinal Gibbon (s.o.) ganz offen zugab. Außerdem wird bestätigt, dass diese „revolutionäre Veränderung“ nicht durch Jesus oder die Apostel erfolgte, sondern durch die katholische Kirche. Klarer kann es nicht gesagt werden. Das betrifft auch den Tag der Auferstehung Jesu, der vom Sabbat „auf den ersten Tag der Woche kam“.

Fazit zu den Zitaten der katholischen Kirche

Es gibt viele ähnliche offizielle Zitate und Artikel in vielen Sprachen der Welt. Die früheren Generationen hatten viel mehr zu diesem Thema zu sagen und verfügten über ein tieferes Wissen als viele Christen heute, die noch nie von der Auferstehung Jesu „an einem Sabbat“ gehört haben.

Wenn nun in der katholischen Vulgata die Sabbat-Auferstehung steht (una sabbati = eines Sabbats oder an einem Sabbat) und wenn sogar katholische Kardinäle (z.B. Gibbon) sagen dürfen, dass die Bibel die Beachtung des Samstages (Sabbats) lehrt und die Sonntagsheiligung NICHT gebietet, da es eine reine katholische Institution ist, warum sollten wir einfachen Christen nicht auch das gleiche sagen dürfen?

 

Wir geben diesen katholischen und evangelischen Theologen Recht und sagen es ganz deutlich: der Sonntag ist der Bibel nach weder ein Herrentag Jesu noch ein heiliger Tag und auch nicht der Tag der Auferstehung Jesu! Nur durch die Autorität der katholischen Kirche wurde die unbiblische Lehre vom Sonntag für die Christen verbindlich. Es gibt also einen klaren Unterschied zwischen Bibel- und Kirchenlehre und die Kirchen geben es in vielen Zitaten selber zu. Aber der Sabbat ist für viele Pastoren ein unbequemes Thema, weshalb sie vor der Wahrheit und vor dem griechischen Grundtext und von den vielen korrekten Übersetzungen davonlaufen.

 

Die römischen Staatsführer sagten zu den Christen:

„Entweder ihr feiert euren Jesus, seine Geburt und seine Auferstehung an unseren wöchentlichen und jährlichen Feiertagen oder ihr müsst eure Familien und euren Besitz verlieren und grausam sterben.“

Die meisten Christen gaben nach und feierten die Geburt und Auferstehung Jesu an den Festtagen des Sonnengottes (Sonntag, Weihnachten) und der Fruchtbarkeits-Göttin (Ostern).

 

Das Hauptmotiv der Verfälschung der Aussagen im Auferstehungskapitel des NT war also nichts anderes, als die Rechtfertigung zur weiteren Beibehaltung des alten babylonischen, ägyptischen und römischen Herrentages. Dazu war die angebliche Auferstehung Jesu an einem Sonntag nur ein Teil, denn die Kirche bestand auf ihre Autorität, die biblischen Festtage Gottes durch neue katholische Feste, die einem römisch-katholischen Kalender folgen, zu verändern.

 

So wurden viele Christen auf eine raffinierte Weise ganz langsam gezwungen, ausgerechnet die wöchentlichen und jährlichen Feiertage von denen zu halten, die Jesus gekreuzigt und viele Christen getötet haben. Deren Tage gelten bis heute auf der Welt, während der Sabbat zu einem Rüsttag zum Sonntag degradiert und der Kalender Gottes mit seinen 7 Festtagen ganz abgeschafft wurde. Jetzt soll es angeblich nur noch heilige große Sonntage geben, denen die kleinen Sabbat-Vorbereitungstage vorausgehen?

1. wöchentlicher Sonntag,

2. Palm-Sonntag,

3. Oster-Sonntag,

4. Pfingst-Sonntag,

5. Advent-Sonntage.

Alle (!) Sabbate wurden abgeschafft und zu kleinen Vorbereitungstagen für den Sonntag degradiert, an denen das Auto gewaschen, das Haus geputzt und der Einkauf erledigt wird. Aus einem biblischen Ruhetag "Sabbat" (abgel. v. hebr.: "aufhören" oder "ruhen") und aus allen 7 biblischen großen Sabbaten (Fest-Ruhetage) wurden neue Arbeitstage gemacht. Und das soll wirklich der der Wille Gottes und Jesu sein, die Feiertage der Römer und des Papstes einzuführen? Echt jetzt? Wir sollen also die babylonischen, ägyptischen, griechischen und römischen Feiertage derer halten, die unseren Herrn getötet haben, diese Feste dann auch noch als "christlich" oder "biblisch" (Levitikus 23) bezeichnen und dazu schweigen?

 

Und in Bezug auf den Tag der Auferstehung Jesu sollen wir das Wort Gottes in den Schatten stellen oder so uminterpretieren, dass aus dem biblischen „ersten Sabbat“ (im Singular und Plural) nach Passah ein heidnischer „erster Sonntag“ nach Passah wird? Und aus „3 Tagen und 3 Nächten“ soll eine Turbo-Auferstehung entstehen, um dieses Sonntags-Ziel zu erreichen?

 

Sind sich diese Christen wirklich nicht bewusst, was sie da für einen Schaden im Christentum anrichten und wie sie die Einheit im Glauben zerstören? Was ist das für ein neues Evangelium?


4. Viele außerbiblische Quellen belegen die Kreuzigung an einem Mittwoch

Die Mittwochs-Kreuzigung mag für viele Christen von heute neu und in gewisser Weise schockierend sein. Aber für frühere Generationen war es etwas absolut Normales. Im Gegenteil, wenn den ersten Christen jemand gesagt hätte, dass Abendmahl und Jesu Verrat/Kreuzigung solle angeblich „an einem Freitag“ gewesen sein, so wäre das für sie neu und unlogisch.

Wie historische Quellen belegen, wurde Jesus nach Meinung der ersten christlichen Gemeinde zur Wochenmitte (an einem Mittwoch) gefangen genommen und nicht am Wochenende. Daher wurde der Mittwoch schon bald in der frühen Kirche zum Fastentag erklärt. Für viele Christen ist diese Vorstellung von Jesu Kreuzigung an einem Mittwoch nur deshalb fremdartig, weil kaum ein Christ in seiner Gemeinde die biblische Festtags-Ordnung mit den drei Rüsttagen und den 3 Sabbaten in der Passah-Woche gelernt hat. Diese hat aber ein jeder Christ der Urgemeinde genau gekannt, weil die Basis der neutestamentlichen Gemeinde zunächst über Jahrzehnte hindurch nur das griechische Alte Testament (Septuaginta, LXX) und die bisherigen biblischen Festtage waren, die auch in Israel galten.

 

Die meisten Gemeinden legen heute viel Wert auf Lobpreis und das Singen von „Halleluja, preist den Herrn...“, vernachlässigen aber das komplette Wort Gottes und kennen sich weder in der Symbolik des Alten Testamentes noch im Kalender Gottes, noch im prophetischen Wort aus. Sie wissen noch nicht einmal, wie die Bibel aufgebaut ist. Das Alte Testement betrachten sie als wertlos. So ist für sie etwas ganz neu, was eigentlich eine alt bekannte Grundlage und eine Selbstverständlichkeit sein müsste. Nur wer den Kalender Gottes kennt, der weiß, dass der 14. Nisan sehr oft auf einen Mittwoch fällt. So war es auch in den Jahren 2020 und 2023. Daher hatten die ersten Christen keinerlei Probleme mit einer Kreuzigung Jesu an einem Mittwoch und dem Kommen der Frauen „an einem Sabbat“ oder „am ersten Sabbat“ (Markus 16,9).

 

Wie gesagt, die meisten Christen verfügen heute über eine schlechte Bibelkenntnis (sie hören fast nru Predigten) und denken, dass ein Rüsttag (Vorbereitungstag) für den Sabbat immer ein Freitag sein muss. Da es aber im Kalender Gottes nach Levitikus 23 nicht nur einen oder zwei, sondern 3 unterschiedliche Arten von Sabbaten gibt (siehe Hoher Sabbat), muss es folglich auch drei verschiedene Rüsttage vor den Sabbaten geben (siehe Vor-Sabbat). Und ein Sabbat fällt nicht nur auf den Samstag, wie viele denken, sondern die Großen Sabbate fallen von Jahr zu Jahr auf alle Wochentage. Es ist daher völlig normal, dass der erste Hohe Sabbat (15. Nisan, Pessach) des Jahres etwa jedes dritte Jahr auf einen Donnerstag fällt. Das bedeutet, dass der Rüsttag (14. Nisan) davor auf einen Mittwoch fallen MUSS, nicht auf einen Freitag. Nur selten fällt der Rüsttag (14. Nisan) für den Hohen Sabbat (15. Nisan) auf einen Freitag.

 

Die ersten Christen wussten das alles, aber welcher Pastor weiß das heute noch? Wir finden nur wenige auf der Welt. Also können all diese Pastoren die Aussagen im NT nicht verstehen, unmöglich. Somit können sie dieses Wissen an die Gemeinde nicht weitergeben und wollen uns stattdessen einreden:

„es ist nicht wichtig, an welchem Tag Jesus auferstanden ist, es zählt nur, dass er auferstanden ist“.

FALSCH. Es ist nur für diese Pastoren nicht wichtig, weil sie es nicht wissen und sich aus Bequemlichkeit den Sonntag wünschen, aber für Gott, Jesus und die ersten Christen war diese Frage EXTREM wichtig. Deswegen hat Gott den "SABBAT" 7  Mal als Auferstehungstag mit seinem Namen benannt, damit wir auf keinen Fall denken, dass die Auferstehung des Herrn angeblich „am ersten Tag der Woche (Sonntag)“ wäre, dem wöchentlichen Feiertag derer, die unseren Herrn gekreuzigt haben.

Und auch im Jahr der Kreuzigung Jesu muss der Rüsttag (14. Nisan) auf einen Mittwoch gefallen sein, wie nicht nur indirekt aus dem NT, sondern auch aus zahlreichen anderen Quellen ersichtlich ist.

Beispiele:

Viele frühchristliche historische Quellen und Schriften erwähnen den Mittwoch (14. Nisan) als den Tag, an dem Judas seinen Herrn Jesus verraten hat. Das ist ein Fakt. Aus erstaunlich vielen frühchristlichen historischen Quellen ist belegt, dass der Verrat durch Judas und die Gefangennahme Jesus nicht an einem Freitag, sondern an einem Mittwoch erfolgt sein sollen. Es handelt sich meist um sehr alte katholische Schriften, die heute in diversen modernen theologischen Fachzeitschriften besprochen werden. Somit kommen wir tatsächlich in den Bereich der „3 Tage und 3 Nächte“, die Jesus erwähnte und zwar in den katholischen Schriften selbst! Aber ganz so einfach ist es dann doch wieder nicht, denn es wird zwar zugegeben, dass mehrere Quellen das Abendmahl an einem Dienstagabend angeben und dass der Verrat durch Judas und die Verhaftung Jesu „am Mittwoch“ geschah, aber da sich die Katholiken die Auferstehung Jesu an einem Sonntag wünschen, deuten sie es so, dass Jesus zwar an einem Mittwoch verraten, aber erst am Freitag gekreuzigt sei. Aber andere Quellen berichten von Verrat und Gefangennahme an am gleichen Tag, an einem Mittwoch. So entwickelten sich zwei Fastentage, nämlich der Mittwoch (zu Gedenken an Jesu Verrat durch Judas) und der Freitag (zu Gedenken an Jesu Kreuzigung).

 

Die Bibel kennt nicht einen derart großen Zwischenraum zwischen Gefangennahme und Kreuzigung, wie jeder Christ leicht und schnell im NT nachprüfen kann. Es ist biblisch nicht nachzuvollziehen, warum zwischen Verrat und Kreuzigung zwei Tage liegen sollten, die Bibel spricht von einem fließenden Übergang am selben Tag, bzw. in der gleichen Nacht.

 

Wann erfolgte der Verrat an Jesus? Jesus wurde in derselben Nacht verraten in der er auch verhaftet wurde. Daher hat Jesus bereits beim Abendmahl diesen Verrat durch Judas angekündigt (Mt 26,20-25). Das Zeichen des Verrates war der Kuss (Mt 26,47-56) und danach sollte Jesus gefangen genommen werden. Auch Jahrzehnte nach Jesu Tod beschreibt Paulus das Abendmahl und den Verrat in derselben Nacht:

„Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten wurde, nahm er das Brot... und den Kelch...“ (1Kor 11,23).

Also fand das Abendmahl eindeutig in derselben Nacht statt, in der Jesus verraten wurde und nicht vorher oder nachher. Und dies muss laut Angabe der Bibel am 14. Nisan, also vor dem Fest-Sabbat (15. Nisan) gewesen sein. Dieser Verrat fiel nach der Angabe mehrerer außerbiblischer katholischer Quellen eben an einem Mittwoch und nicht an einem Freitag.

 

Die Theorie des Verrates und der Verhaftung Jesu „an einem Mittwoch“ und die Kreuzigung erst nach zwei Tagen „an einem Freitag“ ist nicht-biblisch, denn alle 4 Evangelisten sprechen von einem Ereignis am selben Tag, der ja wie jeder andere Tag auch- in der Nachtphase begann und am anschließendem Sonnenuntergang endete. Dieser Meinung schließen sich auch alte sehr frühe christliche Schriften, die etwa um die Zeit der Didache geschrieben wurden.

Rüsstag 14. Nisan Kreuzigung Jesus Passah
Was wann am Rüsttag, den 14. Nisan (Mittwoch) geschah

James Walther 1958

James Walther (1958) bemerkt, dass zahlreiche katholische Schreiber jahrhundertelang der Auffassung waren, dass Jesus das Abendmahl am Dienstagabend begann und in der anschließenden Mittwochnacht festgenommen wurde. Er schreibt:

„Hinweise in der Didascalia, in Epiphanius, in Victorinus von Pettau, und im Buch von Adam und Eva unterstützen die Datierung des Passahmahles an einem Dienstag und die nachfolgende Verhaftung Jesus in den Morgenstunden des Mittwochs.“

[Original-Zitat: „It is curious that until this new approach came to light scant attention was given to some patristic evidence for a similar dating of the Last Supper. References in the Didascalia, in Epiphanius, in Victorinus of Pettau, and in the Book of Adam and Eve support the Tuesday Passover dating and the subsequent arrest of Jesus in the morning hours of Wednesday.“ - In: James A. Walther: The Chronology of Passion Week, Journal of Biblical Literature, Vol. 77, No. 2 (Jun. 1958), S. 116-122].

Wir sehen hier den deutlichen Widerspruch, den die Kirche selbst erzeugt hat. Denn sie berichtet völlig zurecht, dass Jesus an einem Mittwoch verraten und gefangen genommen wurde. Dann aber verschiebt sie die Kreuzigung um zwei Tage auf einen Freitag, damit sie den heidnischen Sonntag aufwerten kann. Was soll denn dann Jesus während dieser 2 Tage gemacht haben und warum steht in der Bibel etwas anderes? 

Schaff-Herzog Encyclopedia of Religious Knowledge

Die Schaff-Herzog Encyclopedia of Religious Knowledge schreibt im Artikel über das Fasten, dass die altchristliche Geschichte des Mittwochfastens

„von dem Tag herrührt, an dem Christus verraten wurde oder an welchem die Sanhedrin entschied ihn umzubringen“

[Original: „... For the observance of Wednesday it was not so easy to find such motive; and the various artificial derivations of the usage from the history of the Passion, designating it as the day on which Jesus was betrayed, or on which the Sanhedrin decides to kill him…”vgl. dazu auch die deutsche “Real-Encyklopädie für protestantische theologie und kirche“ von Johann J. Herzog, 1868].

Das Fasten an einem Mittwoch zum Gedenken an den Verrat Jesu war eine katholische Praxis und bei vielen Christen verbreitet. Interessant ist auch, dass der Start der Fastenzeit bis Ostern immer am Mittwoch angelegt wurde, an dem Aschermittwoch, dem Fastentag.

Justin der Märtyrer

Justin der Märtyrer (*110; †165) betont in korrekter Weise, dass Jesus am gleichen Tag, an dem er das Abendmahl hielt, gekreuzigt wurde. Es lagen also keine zwei Tage zwischen Gefangennahme und Kreuzigung:

„Das Paschah [beim Auszug aus Ägypten] war nämlich der später geopferte Christus, wie auch Isaias sagte: ‚Wie ein Lamm wurde er zur Schlachtbank geführt.’ Dass ihr am Ostertage ihn ergriffen und auch an Ostern ihn gekreuzigt habt, das steht geschrieben. Gleichwie aber das Blut des Pascha jene in Ägypten rettete, ebenso wird auch das Blut Christi diejenigen vom Tode erlösen, welche glauben“ (Dialogus cum Tryphone).

Die Gefangennahme und die Kreuzigung fand also nach Justins Worten eindeutig am gleichen Passah-Tage statt, dem 14. Nisan.

Tertullian

Tertullian (*nach 150; †220) weist in seinem Buch über das Fasten (De ieiunio adversus psychicos) darauf hin, dass mittwochs und freitags gefastet wurde. Aber nicht alle Christen wollten sich an diese katholischen Gebote halten. Der katholische Bischof auf Zypern Epiphanius v. Salamis (*315; †403) kritisiert beispielsweise in einem Brief einen Christen und schreibt mit harten und lieblosen Worten:

„Aerius stammt aus Pontus und lebt zum Unheil für die Welt bis auf diesen Tag... Da nun Aerius nicht Bischof wurde an Stelle des Eustathius, so begann er in vielen Lehrstücken gegen die katholische Kirche aufzutreten... Er verwirft die Totenopfer, verbietet Mittwoch und Freitag sowie in der Quadragesimalzeit zu fasten und feiert das Pascha [damit war das neue Osterfest gemeint] nicht. Er predigt unbedingte Entsagung, läßt aber den Fleischgenuß und kostbare Mahlzeiten ungeniert zu. Wenn einer seiner Jünger schon fasten will, so soll er das nicht an bestimmt fixierten Tagen tun, sondern wann es ihm gerade beliebt“ (Anakephalaiosis, Auszug aus dem Panarion, 3. Buch, 1. Abschnitt).

Der Bischof bedauert also, dass Aerius noch am Leben sei, was darauf schließen lässt, wie verbittert der Kampf um Lehrmeinungen selbst bei solchen geringen Fragen betrieben wurde. Auf der anderen Seite wird aber deutlich, dass bibeltreue Christen an beliebigen Tagen gefastet haben und das als Zwang eingeführte katholische Mittwochs- und Freitagsfasten ablehnten.

Evangelium nach Petrus - Petrusevangelium

Das sog. „Evangelium nach Petrus“ ist eine apokryphe (d.h. nicht zur Bibel gehörige) Schrift aus dem 2. Jahrhundert, welche zwar die Auferstehung Jesu „am Herrentag“ (Vers 50) angibt, aber äußerst interessant ist, dass dort von mehreren Sabbaten in einer Woche die Rede ist. Sogar die Reihenfolge der Tage ist korrekt:

[4-5]: „Und Pilatus sandte zu Herodes und bat um seinen [Jesu] Leib. 5 Und Herodes sprach: 'Bruder Pilatus, auch wenn niemand um ihn gebeten hätte, würden wir ihn begraben, da ja auch der Sabbat aufleuchtet. Denn es steht im Gesetz geschrieben, die Sonne dürfe nicht über einem Getöteten untergehen.' Und er [Pilatus] übergab ihn [Jesus] dem Volke am Tag vor den ungesäuerten Broten, ihrem Feste“ (Vers 5).

Die Übergabe und Kreuzigung fand also eindeutig am 14. Nisan statt, dem Tag vor dem großen Fest-Sabbat (immer am 15. Nisan). Nach der Grablegung haben die Jünger „Nacht und Tag bis zum Sabbat“ gefastet. Welcher Sabbat kann da nur gemeint sein? Natürlich nur der 17. Nisan, weil ein Werktag zwischen dem großen Sabbat und dem kleinen Sabbat liegen muss. Wörtlich heißt es ab Vers 24:

[24-27]: „Er [Josef] nahm aber den Herrn, wusch ihn, hüllte ihn in eine Leinwand und brachte ihn in sein eigenes Grab, genannt Josephs Garten. 25 Da erkannten die Juden und die Ältesten und die Priester, welch großes Verbrechen sie sich selbst zugefügt hatten, und begannen zu klagen und zu sagen: 'Wehe über unsere Sünden, das Gericht und das Ende Jerusalems ist nahe herbeigekommen.’ 26 Ich [Petrus] aber trauerte mit meinen Genossen, und kranken Sinnes versteckten wir uns, denn wir wurden von ihnen [Juden und Priester] gesucht als Verbrecher und als solche, die den Tempel anzünden wollten. 27 Wegen all dieser Dinge fasteten wir und saßen trauernd und weinend da Nacht und Tag bis zum Sabbat.

Wörtlich: νυκτὸϛ [Nacht] καὶ [und] ἡμέραϛ [Tages] ἕωϛ [bis zum (nicht "an")] τοῦ [des] σαββάτου [Sabbats]. Hinweis: in einigen Übersetzungen steht "Tag und Nacht", weil es für den Übersetzer logischer klingt, aber im griechischen Text wird die Nacht zuert genannt, dann der Tag.

Nachdem Jesus kurz vor Sonnenuntergang am Rüsttag (14. Nisan) begraben wurde, folgte sofort der große Sabbat (Fest-Sabbat, 15. Nisan), an dem nicht gefastet werden durfte. Die Jünger waren aus Furcht vor den Juden in ihren Häusern und trauerten und weinten. Dann erwähnen sie, dass sie Nacht (12 Stunden) und Tag (12 Stunden) "bis zum [folgenden] Sabbat" gefastet haben. Das kann nicht eine ganze Woche "bis zum Sabbat" gewesen sein. Das bedeutet, dass nicht von einem Doppel-Sabbat (Samstag) und auch nicht von zwei hintereinander folgenden Sabbaten die Rede ist, sondern dass genau ein ganzer Werktag zwischen diesen beiden Sabbaten liegen muss (siehe Zwischen-Tag). Also muss Jesus an einem Mittwoch gekreuzigt und am Wochen-Sabbat (17. Nisan) auferweckt worden sein, denn "bis zum Sabbat" kann unmöglich bis zum 15. Nisan (großer Sabbat) bedeuten und auch nicht eine Woche danach. Somit bewist diese apokryphe Schrift indirekt die Kreuzigung Jesu an einem Mittwoch und die Auferstehung an einem Sabbat. Das Zeichen des Messias hat sich vollkommen erfüllt: 3 Tage und 3 Nächte. Es gibt sogar in dieser apokryphen Schrift kein anderes Evangelium von einer Turbo-Auferstehung, sondern die Angaben im NT werden voll bestätigt.

Aber dieses Petrusevangelium beschreibt, dass Jesus am Herrentag (κυριακή, kyriakí; Verse 35, 50) auferstanden sei:

[35]: „In der Frühe des anbrechenden Sabbats aber kam eine Volksmenge aus Jerusalem und der Umgebung, um die versiegelte Grabstätte anzuschauen. Aber in der Nacht, in der der Herrentag [κυριακή, kyriakí] anbrach, ertönte eine laute Stimme am Himmel, während die Soldaten jeweils zu zweit auf dem Posten standen...“

[50]: „Am frühen Morgen des Herrentages [κυριακῆϛ, Kyriakis] aber nahm Maria Magdalena, eine Jüngerin des Herrn [κυρίου, Kyriou]...“

Wenn mit dem Herrentag der Wochen-Sabbat gemeint war (Jesus bezeichnete sich ja als „Herr des Sabbats“: Lk 6,5; Mt 12,8; Mk 2,28), dann wären die Angaben korrekt und perfekt. Das Grab sollte früh am Sabbat betrachtet werden, aber Jesus ist bereits in der Nacht auferstanden, auch korrekt. Wenn aber mit dem Herrentag der Sonntag gemeint war, dann liegt hier ein eindeutiger Fehler vor, denn dann wäre Jesus nicht 3, sondern 4 Tage lang tot gewesen. Dann wären es nicht „3 Tage und 3 Nächte“ zwischen Mittwoch und Sonntagmorgen, sondern „4 Tage und 4 Nächte“. Das bestätigt, dass mit dem Herrentag (κυριακή) der Sabbat gemeint ist, aber nicht der Sonntag, wie er im heutigen Neugriechisch interpretiert wird. In der gesamten Bibel gibt es keinen einzigen Hinweis darauf, dass der Sonntag jemals der „Tag des Herrn“ sein sollte; das ist reines theologisches Wunschdenken und eine völlig neue Definition, die Gott nicht akzeptiert. Wer anderer Meinung ist, der soll uns bitte seine biblischen Beweise zeigen. Deshalb ist es eine Verfälschung, wenn einige Christen das Petrusevangelium so übersetzen, dass sie das Wort "Sonntag" statt "Herrentag" verwenden.

Dieses apokryphe Evangelium ist eine Fälschung, was von Experten allgemein bestätigt wird. Verschiedene Inhalte werden aus dem NT gestohlen und dann verändert oder sogar verfälscht. Zum Beispiel soll Jesus am Kreuz die folgenden, fast schon witzigen Worte geäußert haben:

[19]: „Und der Herr [κύριοϛ, Kyrios] schrie auf und rief: 'Meine Kraft, Kraft, du hast mich verlassen!'; und mit diesen Worten wurde er aufgenommen.

Aber in der Bibel steht so ein Quatsch nicht, denn Jesus ruft stattdessen seinem Vater an und fragt:

Mt 27,46: „Eli, Eli, lama asabtani? das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Diese dramatische Frage am Kreuz sollte uns zum Nachdenken darüber anregen, warum Gott einen sündlosen Menschen im Stich lassen musste, nämlich um unserer Sünden willen, um für unsere Schuld zu bezahlen.
Nichtsdestotrotz ist das Petrusevangelium in einer Hinsicht eine interessante Schrift, weil es ein weiterer Beweis dafür ist, dass die Menschen wussten, dass Jesus an einem Mittwoch verraten/gefangen genommen wurde und dass es zwei Sabbate (15. und 17. Nisan) mit einem Arbeitstag (16. Nisan) dazwischen in dieser Passah-Woche gab.

Siehe das Kapitel "Auferstehung am Sabbat".

Eusebius von Cäsarea - Historica Ecclesiastica

Es ist keineswegs so, dass sich alle frühchristlichen Kirchen an die neuen katholischen Osterbräuche halten wollten. Insbesondere in Asien wurde der biblische Kalender zunächst noch lange beibehalten, bei dem das Abendmahl weiterhin immer am 14. Nisan gefeiert wurde, ganz gleich an welchen Wochentag dieser fiel. Eusebius von Cäsarea (†340) berichtet in seiner Kirchengeschichte (Historica Ecclesiastica, 337 n. Chr.) über den damaligen verbitterten Streit um die neuen Osterbräuche, denn viele Gemeinden lehnten den Oster-Sonntag ab und wollten weiterhin am Abend des 14. Nisan das Abendmahl halten, der gemäß dem Kalender Gottes oft auf einen Mittwoch fällt. Es folgt nun ein Zitat aus den Kapiteln 23-24:

„Damals war ein nicht unbedeutender Streit entstanden. Während nämlich die Gemeinden von ganz Asien auf Grund sehr alter Überlieferung glaubten, man müsse den 14. Tag des Mondes [also am 14. Nisan], an welchem den Juden die Opferung des Lammes befohlen war, als Fest des Erlösungspascha [Abendmahl] feiern und auf jeden Fall an diesem Tage, gleichviel welcher Wochentag es gerade sein mochte, die Fasten beenden, war es bei den Kirchen auf dem ganzen übrigen Erdkreise nicht üblich, es auf diese Weise zu halten... An der Spitze der Bischöfe Asiens, welche behaupteten, man müsse an dem ihnen von alters her überlieferten Brauche festhalten, stand Polykrates. In dem Briefe, welchen er an Viktor und die römische Kirche schrieb, äußerte er sich über die Überlieferung, die auf ihn gekommen, also: ‚Unverfälscht begehen wir den Tag; wir tun nichts dazu und nichts hinweg’... [Er nannte] ferner den Bischof und Märtyrer Polykarp von Smyrna und den Bischof und Märtyrer Thraseas aus Eumenea, ... den Bischof und Märtyrer Sagaris... Diese alle haben gemäß dem Evangelium das Pascha am 14. Tage [14. Nisan] gefeiert; sie sind keine eigenen Wege gegangen, sondern der vom Glauben gewiesenen Richtung gefolgt. Auch ich, Polykrates, der geringste unter euch allen, halte mich an die Überlieferung meiner Verwandten, von denen einige auch meine Vorgänger waren. Sieben meiner Verwandten waren nämlich Bischöfe, und ich bin der achte. Und stets haben meine Verwandten den Tag gefeiert, an welchem das Volk den Sauerteig entfernte [also am 14. Nisan]. Ich nun, Brüder, der 65 Jahre im Herrn zählt und mit den Brüdern der ganzen Welt verkehrt hat und die ganze Heilige Schrift gelesen hat, ich lasse mich durch Drohungen nicht in Schrecken setzen. Denn Größere als ich haben gesagt: ‚Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.’... Daraufhin versuchte Viktor, der Bischof der römischen Kirche, die Gemeinden von ganz Asien sowie die angrenzenden Kirchen insgesamt als ketzerisch von der Gemeinschaft und Einheit auszuschließen, und rügte sie öffentlich in einem Schreiben, worin er alle dortigen Brüder als außerhalb der Kirchengemeinschaft stehend erklärte. Doch nicht allen Bischöfen gefiel dies Vorgehen Viktors.“

Wenn nun diese Christen in Asien (man bedenke, dass die Offenbarung des Johannes an die 7 Gemeinden in Asien auf dem Gebiet der heutigen Türkei gerichtet war) noch Jahrhunderte nach Christi Tod weiterhin das Gedächtnismahl am 14. Nisan entsprechend dem biblischen Kalender hielten (also an unterschiedlichen Wochentagen und nicht am Freitag), so wussten sie ganz genau, dass es sehr oft Jahre gibt, in denen der 14. Nisan auf einen Mittwoch fiel und es folglich genau die gleiche Tagesfolge gab wie in dem Jahr, in dem Jesus gekreuzigt wurde. Sie konnten also die sich in den Evangelien befindliche Redewendung „an einem der Sabbate“ und „am ersten Sabbat“ (Mk 16,9) genau verstehen, ganz im Gegensatz zu vielen Christen und Pastoren von heute. Diese Christen in Asien hielten sich an die überlieferten Bräuche der Juden und ihrer christlichen Vorfahren und lehnten die Osterfest-Neuerungen der katholischen Kirche ab, die sie deswegen ausgeschlossen hat.

George Carlow 1847

George Carlow meinte bereits im Jahre 1847:

„Christus wurde gekreuzigt und starb ... am vierten Tag der Woche, also Mittwoch, am Ende des Tages, an dem unser gesegneter Jesus begraben wurde, von diesem Tag bis zum Ende des Siebenten-Tags-Sabbats waren es drei Tage und drei Nächte, die Zeitspanne, die unser Herr vorausgesagt hatte, die er im Grab liegen würde (Mt 12,40). So, dass es zwei Tage zwischen dem Tag von Jesus Tod und der Siebenten-Tag-Sabbat, und einen Tag zwischen diesem großem Sabbat und dem Siebenten-Tag-Sabbat gab.“

[Originalzitat: „Christ was crucified and died… on the fourth day of the week, i.e. Wednesday, at the end of which day our blessed Jesus was buried, from which time to the end of the seventh-day Sabbath was three days and three nights, the term of time that our Lord foretold he should lie in the grave. Matt. 12:40. So that there were two days between the day of Jesus’ death and the seventh-day Sabbath, and one day between that high Sabbath and the seventh-day Sabbath.“ - In: George Carlow: Truth Defended (fist published in 1724), published as: A Defense of the Sabbath, 1847 Chapter 6, p 109].

Annie Jaubert 1957

Nach den Untersuchungen von Annie Jaubert („La date de la Cène“, Paris 1957) fand das Abendmahl Jesu schon am Dienstag-Abend statt und zog sich in den Mittwoch hinein. Sie geht aber weiter von der Freitags-Kreuzigung aus. Mit dieser Annahme steht sie nicht alleine da, denn da in den meisten modernen Bibelübersetzungen steht, dass Jesus „an einem Sonntagmorgen“ auferstanden sein soll und eben nicht „an einem der Sabbattage“, so kann nach ihren Überlegungen der Mittwoch als Kreuzigungstag nicht in Betracht gezogen werden, weil sonst Jesus 4 Tage tot wäre bis er am Sonntagmorgen auferstanden wäre. Dieses Beispiel zeigt, wie gravierend sich die Fehlübersetzungen in modernen Bibeln auf unser Denken ausgewirkt haben.

E. W. Bullinger - Companion Bible 1909

Im englischen Sprachraum gehörte die ab 1909 von Dr. E. W. Bullinger herausgegebene COMPANION BIBLE zu den besten Studienbibeln. Der Text basiert auf der King James Bibel, daher wird die Auferstehung zwar an einem „ersten Tag der Woche“ angegeben, aber die Kreuzigung und Grablegung des 14. Nisan findet im Anhang (Appendix 156) nicht an einem Freitag, sondern an einem Mittwoch statt. Dieser Lehre hat sich später Herbert W. Armstrong angeschlossen, denn die Idee der angeblichen Auferstehung Jesu an einem Sabbat-Abend war nicht Armstrongs-Idee, wie viele denken. Wörtlich heißt es:

„Am Mittwoch, den 14. Nisan (beginnend am Dienstag bei Sonnenuntergang), war der Rüsttag, an dem die Kreuzigung stattfand: Alle vier Evangelien sagen definitiv einstimmig, dass dies der Tag war, an dem der Herr begraben wurde (noch vor dem Sonnenuntergang am Mittwoch), weil dies der Rüsttag war und die Leichname am anschließendem Sabbat nicht am Kreuz bleiben durften, denn dieser Sabbat war ein hoher Festtag und nicht der gewöhnliche siebte Tag oder der wöchentliche Sabbat.“

[Originalzitat: „Therefore Wednesday, Nisan 14th (commencing on the Tuesday at sunset), was ‚the preparation day,’ on which the crucifixion took place: for all four Gospels definitely say that this was the day on which the Lord was buried (before our Wednesday sunset), ‚because it was the preparation (day)’ the bodies should not remain upon the cross on the sabbath day, ‚for that sabbath day was a high day,’ and, therefore, not the ordinary seventh day, or weekly sabbath. See John 19:31... It follows, therefore, that the Lord was crucified on our Wednesday; was buried on that day before sunset; and remained ‚three days and three nights’ in the tomb, as foretold by Him in Matt. 12:40; rising from the dead on ‚the third day,’ ‚the first day of the week’].

Jesus ist nicht an einem Sabbat-Abend auferstanden, sondern an einem Sabbat-Morgen (Mk 16,9):

Auferstehung Jesus Sabbat Sonntag drei Tage
Jesus ist nicht am Sabbat-Abend auferstanden, sondern am Sabbat-Morgen
Sabbat Auferstehung Jesus früh Morgen Sonntag
Jesus ist nicht am Sabbat-Abend auferstanden, sondern am Ssabbat-Morgen

Herbert W. Armstrong - Worldwide Church of God

Herbert W. Armstrong (*31.07.1892; †16.01.1986), der Gründer der Worldwide Church of God (WCG), aus der zahlreiche meist den Sabbat haltenden Gemeinden hervor gingen, hat in seinen Broschüren „Die Kreuzigung war nicht an einem Freitag“ (1974/1985) und „Die Auferstehung war nicht an einem Sonntag“ (1952/1973/1985) [Originaltitel: The Crucifixion Was Not on Friday; The Resurrection Was Not on Sunday] darauf hingewiesen, dass laut biblischen und außerbiblischen Quellen die Abendmahlfeier eindeutig an einem Dienstag-Abend und die Kreuzigung Jesu „an einem Mittwoch“ gewesen sein müsste. Jesus wäre demnach zur 9. Stunde (15 Uhr) gestorben und wurde anschließend begraben. Das ist soweit völlig korrekt und sehr gut recherchiert.

Da er jedoch nicht ausreichend mit dem griechischen Grundtext des NT vertraut war und hauptsächlich die englischsprachigen Bibelübersetzungen (King James Bible) benutzte, die von dem Kommen der Frauen „am ersten Tag der Woche“ sprachen, war ein Denkfehler unvermeidlich, denn er wollte so einen Kompromiss zwischen Mittwoch und Sonntag schließen.

Dazu rechnet er nicht ab bem 14. Nisan, sondern erst ab dem 15. Nisan (ab Mittwoch-Abend nach Sonnenuntergang) und nimmt an, dass die die Auferstehung nach genau 72 Stunden erfolgt sein müsse, so dass Jesus nicht „am Sabbat-Morgen“, sondern „an einem Sabbat-Abend“ kurz vor Sonnenuntergang auferstanden und den Frauen erst „an einem Sonntag“ erschienen sei. Diese 72-Stunden-Auferstehungs-Theorie kommt zwar der Realität ziemlich nahe, kann aber unmöglich zutreffen, weil Gott im griechischen Grundtext sieben Mal betont, dass die Frauen „an einem Sabbat“ zum Grab kamen und nicht „am Tag nach dem Sabbat.“ Die 7 ist die Zahl der Vollkommenheit und wenn Gott im Auferstehungskapitel 7 Mal das Wort "Sabbat" erwähnt, dann sollten Menschen es umso mehr beachten. Jesus ist aber nicht Ende des Sabbats (Samstagabend) auferstanden, sondern am frühen Morgen kurz vor dem Sonnenaufgang (Mk 16,9), das ist ein großer Unterschied. Mehr dazu im Kapitel Kirchen-Meinungen. Die King James Bibel hat viele Übersetzungsfehler (Beispiele), die von den meisten Christen ungeprüft übernommen wurden.

Ähnlich wie Armstrong argumentieren mehrere den Sabbatgemeinden der vielen Splittergruppen der Church of God, z.B. die United Church of God, sowie Fred R. Coulter (eigene Bibelübersetzung HBIOO 2004), Milburn Cockrell (Three days and three nights auf www.BibleStudy.org) und Lon Martin (ToY, GABRIEL-Bible). Sie alle sprechen von einer Kreuzigung am Mittwoch und einer Aufersteheung am Sabbatende (Samstagabend). In einem Studienblatt („The First Day of The Week: The Countdown to Pentecost!“) schreibt Martin:

„In Wahrheit, das Zeugnis von Jeschua (oder 'Neues Testament') sagt absolut nichts über einem 'ersten Tag der Woche!' Die wirklich unbequeme Wahrheit ist, dass die Bibel immer wieder 'den ersten der Sabbate' im Bezug zu Pfingsten nennt. Es war nie beabsichtigt, dass der Sonntag gemeint war.“

[Original: „In truth, the Testimony of Yeshua (or „New Testament“) says absolutely nothing about a „first day of the week“! The really „inconvenient truth“ is that the Bible repeatedly mentions „the first of the Sabbaths“ with Pentecost in mind. It was never intended to mean Sunday.].

R. A. Torrey 1907

R. A. Torrey (1907), dessen Text im Internet kostenlos herunter geladen werden kann (Difficulties and Alleged Errors and Contradictionsin the Bible, 1907, Seite 104–109) macht eine klare Aussage. Er betont, dass in der Woche, in der Jesus gekreuzigt wurde, der 15. Nisan auf einen Donnerstag fiel und bemerkt weiter:

„Der Tag, an dem Jesus gekreuzigt wurde, war ein Mittwoch... Es gibt absolut gar nichts, dass für eine Kreuzigung an einem Freitag spricht, aber alles in der Bibel ist perfekt aufeinander harmonisiert auf eine Kreuzigung an einem Mittwoch.“

Die Erkenntnisse Torreys sind schon sehr alt, dennoch beschäftigen sich heute leider nur wenige Christen mit diesem Thema, stattdessen befinden sie sich in einem geistlichen Schlaf, denn die Ablenkungen der Welt sind für sie viel interessanter geworden.

[Originalzitat: „The first fact to be noticed in the proper solution is that the Bible nowhere says or implies that Jesus was crucified and died on Friday. It is said that Jesus was crucified on “the day before the sabbath” (Mark 15:42). As the Jewish weekly Sabbath came on Saturday, beginning at Sunset the evening before, the conclusion is naturally drawn that as Jesus was crucified the day before the Sabbath He must have been crucified on Friday. But it is a well-known fact, to which the Bible bears abundant testimony, that the Jews had other Sabbaths beside the weekly Sabbath which fell on Saturday. The first day of Passover week, no matter upon what day of the week it came, was always a Sabbath (Exodus 12:16; Leviticus 23:7; Numbers 28:16–18). The question therefore arises whether the Sabbath that followed Christ’s crucifixion was the weekly Sabbath (Saturday) or the Passover Sabbath, falling on the 15th of Nisan, which came that year on Thursday. Now the Bible does not leave us to speculate in regard to which Sabbath is meant in this instance, for John tells us in so many words, in John 19:14, that the day on which Jesus was tried and crucified was “the preparation of the Passover” (RV), that is, it was not the day before the weekly Sabbath (Friday) but it was the day before the Passover Sabbath, which came that year on Thursday. That is to say, the day on which Jesus Christ was crucified was Wednesday. John makes this as clear as day... But when we accept exactly what the Bible says, namely, that Jesus was not crucified on the Passover day but on “the preparation of the Passover,” and that He was to be three days and three nights in the grave, and as “the preparation of the Passover” that year would be Wednesday… this allows exactly three days and three nights in the grave. To sum it all up, Jesus died about sunset on Wednesday… There is absolutely nothing in favor of Friday crucifixion, but everything in the Scripture is perfectly harmonized by Wednesday crucifixion…”].

A.T. Robertson 1922

A.T. Robertson ging 1922 auch von der Auferstehung Jesu an einem Samstag aus, denn wenn Jesus an einem Karfreitag gekreuzigt wäre, so hätte er niemals 72 Stunden im Grab sein können, um den Frauen an einem Sonntag zu erscheinen. Da er nicht den griechischen Grundtext studierte und den Aussagen der King James Bibel (KJV folgte, die vom „ersten Tag der Woche“ spricht, musste er den Sabbat-Abend als Auferstehungs-Tag annehmen. Er schrieb:

„Es wurden durchaus Anstrengungen in einigen Kreisen gemacht, um zu zeigen, dass Jesus 72 Stunden im Grab blieb, drei volle Tage und Nächte.“

[Originalzitat: Quite an effort is made in some quarters to show that Jesus remained in the tomb seventy-two hours, three full day and nights.“ In: A.T. Robertson: A Harmony of the Gospels, 1922; p. 289].

Werner Papke

Auch Werner Papke (*1944; †2019) ließ sich von der unkorrekten Übersetzung des Auferstehungskapitels in modernen Bibeln beeinflussen in denen steht, dass die Frauen „an einem Sonntag“ zum Grab kamen. Für ihn war laut biblischen und außerbiblischen Quellen eindeutig klar, dass das Abendmahl nur an einem Dienstag-Abend und die Kreuzigung nur an einem Mittwoch-Nachmittag (14. Nisan) gewesen sein müsste. Auf den Seiten 47-48 (Das Zeichen des Jona, 1997) verweist er auch historische Schriftfunde:

„Übrigens bezeugen schon die frühen christlichen Schreiber, dass Jesus an einem Mittwoch gepfählt wurde, allen voran Epiphanius, Laktanz und Victorinus von Pettau. Auch gemäß der sogenannten Didascalia Apostolorum fand das letzte Abendmahl Jesu am Dienstagabend statt.“

Danach folgten der große Sabbat (15. Nisan) am Donnerstag, der Freitag (16. Nisan) und der wöchentliche Sabbat (17. Nisan). In dem Versuch seine Erkenntnisse mit der Sonntagserscheinung Jesu in seiner unkorrekten Bibelübersetzung in Einklang zu bringen, nahm auch Papke (genauso wie Armstrong zuvor) an, dass Jesus genau 72 Stunden im Grab war. Auch er fängt erst ab dem 15. Nisan an zu zählen und ignoriert den 14. Nisan vollkommen. Nach Papke fand die Auferstehung nicht am Sabbatmorgen, sondern am Sabbatabend kurz vor Sonnenuntergang statt. Jesus wäre demnach die ganze Nacht (12 Stunden) zuvor am Leben gewesen, bevor er endlich den Frauen am folgenden Sonntagmorgen erschienen wäre. Das ist nicht logisch und es ist nicht bekannt, was Jesus die ganze Nacht hätte machen sollen, zumal Johannes erwähnt, dass Maria bei der ersten Erscheinung von Jesus ihn nicht berühren durfte, bevor er zum Vater aufgefahren war (Joh 20,17). Erst danach wurde er von mehreren Frauen und Jüngern berührt. Hätte Papke im griechischen Urtext, in der lateinischen Vulgata, in den vor-lutherischen Bibeln und in der Lutherbibel selbst nachgeforscht, so wäre er ganz sicher auf ein anderes Ergebnis gekommen, nämlich dass die Auferstehung Jesu bereits am Samstagmorgen, bzw. am Sabbatmorgen erfolgt ist, also in der Mitte des und nicht am Ende des Sabbats.

Der Qumran-Kalender

Der Qumran-Kalender: Josef Blinzler (1958) beschreibt neuere Forschungserkenntnisse:

„Wie sich aus dem Jubiläenbuch, dem Henochbuch, der Damaskusschrift und einigen Qumrantexten aus der ersten Höhle erschließen lässt und wie die vor kurzem in der vierten Höhle von Qumran gefundenen Kalenderfragmente definitiv beweisen, gab es zur Zeit Jesu in Palästina neben dem offiziellen Mondjahr-Kalender noch einen Sonnenjahr-Kalender, nach dem sich die qumranesischen Kreise richteten und bei dem das Passafest in jedem Jahr auf einen Mittwoch fiel.“

[Quelle: Josef Blinzler. - Qumran-Kalender und Passionschronologie, für die Neutestamentliche Wissenschaft und die Kunde der Älteren Kirche, Volume 49, de Gruyter – Jan 1, 1958].

Dieses Beispiel zeigt, dass es selbst im Judentum bei einigen Gruppen durchaus üblich war nicht nur manchmal, sondern sogar jedes Jahr das Passah-Lamm eben nicht an einem Freitag zu schlachten. Jesus hielt sich mit Sicherheit nicht an diesen Kalender, sondern an den offiziellen, den biblischen Sonnen-Mond-Kalender, aber in dem Jahr an dem er gekreuzigt wurde, fiel der Zeitpunkt an dem er das Abendmahl hielt (Dienstagabend) zur selben Zeit wie das Passah-Essen der Qumran-Gemeinde. Einige vermuten daher, dass Jesus am Dienstagabend das Passahlamm aß (Qumran-Kalender) und dass er dann am Mittwoch (Rüsttag des offiziellen Kalenders) als das geistige Lamm Gottes geschlachtet und vor dem großen Sabbat (Donnerstag, 15. Nisan) begraben wurde. Die meisten Christen aber denken nicht, dass Jesus das Passalamm am Abend davor gegessen hat, da er ja selber das Passah-Lamm war und zur gleichen Zeit verstarb, zu der die Lämmer geschlachtet wurden. Dass der Rüsttag, der 14. Nisan an einem Mittwoch fällt, das ist selbst im offiziellen jüdischen Kalender keine Seltenheit, wie jeder Jude und jeder Christ bestätigen kann, der sich im biblischen Kalender Gottes auskennt.


Die Kreuzigung an einem Mittwoch ist keine Sekten-Lehre

Wie anhand dieser kleinen Auswahl und Beispielen gezeigt wurde, ist die Lehre von der Mittwochs-Kreuzigung Jesu keineswegs eine Sektenidee, sondern eine frühchristliche Lehre, die neben Historikern auch katholische, protestantische und evangelikale Kirchenlehrer vertreten haben. Insbesondere 7-Tags-Adventisten und andere Sabbat haltende Gemeinden veröffentlichen viele Zitate, die für eine Beachtung des Sabbats sprechen, aber die meisten haben die Auferstehung auch nicht verstanden und sprechen entweder von einer Auferstehung Jesu an einem Sabbatende oder sie lehren gar die Sonntags-Auferstehung Jesu. Damit folgen sie den Lehren der katholischen Kirche.

 

Selbst noch Jahrzehnte nach dem Tod Jesu schrieb der Apostel Paulus gar nichts von einer Sonntags-Auferstehung Jesu. Es war auch niemals von einer besonderen Heilighaltung des ersten Tages der Woche die Rede, sondern er bezog sich immer nur auf die klaren Worte der Bibel:

1Kor 15,1-4: „Ich erinnere euch aber, liebe Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht... 3 Denn als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; 4 und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift“.


 

 

 

 

 

 

 

Und du, Daniel, verschließe die Worte und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes.

Viele werden es durchforschen, und die Erkenntnis wird sich mehren.

(Dan 12,4, ELB)

 

 

 

 „Prüft aber alles und das Gute behaltet.“

(1Thess 5,21)

 

 

 

„...und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis;

deckt sie vielmehr auf“

(Eph 5,11)